Flohknöterich (Persicaria maculosa)

Der Flohknöterich ist eine häufig vorkommende, robuste Wildpflanze, die auf nährstoffreichen Böden wächst und in der Naturheilkunde sowie als Wildgemüse genutzt wird. 🌿


Name (Deutsch): Flohknöterich 

Botanischer Name: Persicaria maculosa 

Gattung: Persicaria 

Pflanzenfamilie: Knöterichgewächse (Polygonaceae) 

Name im Volksmund: Flohkraut, Fleckiger Knöterich 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa:

  • Ca. 2-3 Unterarten, meist wird Persicaria maculosa als eigenständige Art ohne viele Unterarten geführt 

Anbauordnung: Wildpflanze 

Kulturart: Wildkraut / Wiesenpflanze 

Klimazone: Gemäßigte Zone 

Erntezeitraum: Mai bis Oktober 

Zehrer Art: Mittel Zehrer 


Wichtiger Hinweis zur Pflanze:

-      Kann auf nährstoffreichen Böden stark wachsen und andere Pflanzen verdrängen 

Bemerkung: V

-      erbreitet sich schnell, oft an Ackerrändern, Wegrändern und Ruderalflächen 

Bester Fundort in der Natur:

-      Nährstoffreiche Böden, Ackerränder, Flussufer, Wegränder 

Beipflanzung und ihre Auswirkung:

-      Verträgt sich mit vielen Wildpflanzen, kann aber konkurrenzstark sein 


Blütenbeschreibung:

-      Kleine, rosafarbene bis rote Blüten in dichten, ährenartigen Blütenständen 

Blattbeschreibung:

-      Lanzettliche Blätter mit charakteristischer dunkler Fleckzeichnung 

Stamm-/Stielbeschreibung:

-      Aufrechter, kantiger Stängel, meist rötlich gefärbt 

Samenbeschreibung:

-      Kleine, dunkelbraune bis schwarze, dreikantige Samen 

Art der Wurzler: Flachwurzelnd 


Geruch der Pflanze: Schwach, leicht herb 

Geschmack der Pflanze: Mild bis leicht herb 

Lebenszeitspanne: Einjährig bis zweijährig 

Ökologische Schädlingsbekämpfung:

-      Unterstützt Nützlinge, keine direkte Schädlingsabwehr 


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: Ca. 7-14 Tage 

Keimtemperatur: 15–20 °C 

Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig 

Keimfähigkeit in Jahren: Ca. 2-3 Jahre 


Aussaatzeitraum: Frühling (März bis Mai) 

Aussaat Tiefe: Flach, ca. 0,5 cm 

Abstand in der Reihe: 15-20 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 20-25 cm 

Samen pro Pflanzloch: 1-2 


Bevorzugte Beet Art: Wildkrautbeet, Naturgarten 

Idealer Boden: Nährstoffreich, feucht bis mäßig trocken 

pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5 


Gießverhalten: Mäßig feucht, keine Staunässe 

Sonnenbedarf: Sonne bis Halbschatten 

Düngereinsatz: Gering, meist nicht erforderlich 

Empfohlener Dünger: Kompost bei Bedarf 


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein 


Krautzuordnung: Wildkraut, Wiesenpflanze, Heilpflanze 

Mit Heilwirkung: Ja 

Wirkstoffe: Flavonoide, Gerbstoffe, ätherische Öle 

Anwendungsbereiche: Entzündungshemmend, blutstillend, bei Hautproblemen 

Verabreichung: Umschläge, Tee, äußerlich 


Essbar: Ja 

Welche essbaren Teile: Junge Blätter und Triebe 

Giftig: Nein  

Welche giftigen Teile: Keine bekannt 

Verwechslungsgefahr mit:

-      Andere Knötericharten, z.B. Persicaria hydropiper (Wasser-Pfeffer) 


Verwendung in der Küche:

-      Roh als Wildgemüse in Salaten oder gekocht als Gemüse 

Beste Haltbarmachung:

-      Frisch verbrauchen oder leicht blanchieren und einfrieren 

Lagerung der Pflanze: Kühl und feucht 


Das beste Rezept: Wildkräutersalat mit Flohknöterich 

Die beste Speise: Gedünstetes Wildgemüse mit Flohknöterich 

Das beste Getränk: Flohknöterich-Tee 


10 Unterarten/Arten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

1.      Flohknöterich – Persicaria maculosa 

2.      Persicaria lapathifolia 

3.      Persicaria hydropiper (Wasser-Pfeffer) 

4.      Persicaria bistorta 

5.      Persicaria amphibia 

6.      Persicaria mitis 

7.      Persicaria odorata 

8.      Persicaria longiseta 

9.      Persicaria pensylvanica 

10.   Persicaria foliosa 


Drei häufig vorkommende Arten: 

-      Persicaria maculosa 

-      Persicaria lapathifolia 

-      Persicaria hydropiper 


Drei seltene Arten: 

-      Persicaria mitis 

-      Persicaria longiseta 

-      Persicaria pensylvanica 


Guter Nachbar:

-      Klee, Schafgarbe, Brennnessel (fördert Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität) 

Schlechter Nachbar:

-      Starkzehrende Pflanzen, die Nährstoffe stark entziehen 

Beste Mischkulturen:

-      Wildkräuter und Gräser, die wenig Konkurrenz bilden 


Quellennachweis: 

-      Flora Europaea, Band 5 

-      P. Schmeil, A. Fitschen: Flora von Deutschland 

-      Bundesamt für Naturschutz (BfN) – Artensteckbrief Persicaria maculosa 

-      Diverse botanische Fachbücher und Wildkräuterführer