Der Fingerhut ist eine markante, zweijährige oder mehrjährige Pflanze, die durch ihre auffälligen, glockenförmigen Blüten besticht. Trotz ihrer Schönheit ist sie hochgiftig, besitzt aber wichtige medizinische Wirkstoffe.
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Name (Deutsch): Fingerhut
Botanischer Name: Digitalis purpurea
Gattung: Digitalis
Pflanzenfamilie: Braunwurzgewächse (Plantaginaceae)
Name im Volksmund: Roter Fingerhut, Gemeiner Fingerhut
Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 4-6 Unterarten (je nach Quelle)
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Anbauordnung: Wildpflanze, Kulturpflanze, Zierpflanze
Kulturart: Blume / Wildpflanze
Klimazone: Gemäßigte Zone
Erntezeitraum: Juni bis August (Blütezeit)
Zehrer Art: Mittel Zehrer
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Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Hochgiftig, besonders für Kinder und Haustiere; nur mit Vorsicht handhaben
Bemerkung: Wichtig für die Gewinnung von Herzglykosiden in der Medizin; zieht Bienen und Schmetterlinge an
Bester Fundort in der Natur: Waldränder, lichte Wälder, Hecken, brachliegende Flächen
Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit anderen Wildpflanzen, fördert Bestäuber
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Blütenbeschreibung: Glockenförmige, röhrenförmige Blüten, meist purpurrot mit Flecken im Inneren, in dichten Trauben
Blattbeschreibung: Große, lanzettliche Blätter, graugrün, behaart
Stamm-/Stielbeschreibung: Aufrechter, kräftiger Stängel, behaart, bis 1,5 m hoch
Samenbeschreibung: Kleine, braune, leicht abgeflachte Samen
Art der Wurzler: Tiefwurzelnd
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Geruch der Pflanze: Schwach, leicht herb
Geschmack der Pflanze: Bitter, giftig
Lebenszeitspanne: Zweijährig bis mehrjährig
Ökologische Schädlingsbekämpfung: Keine direkte Schädlingsabwehr, aber durch Giftigkeit geschützt
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Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: Ca. 14-28 Tage
Keimtemperatur: 15–20 °C
Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig
Keimfähigkeit in Jahren: Ca. 2-3 Jahre
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Aussaatzeitraum: Frühling (März bis Mai) oder Herbst (September bis Oktober)
Aussaat Tiefe: Flach, ca. 0,3 cm
Abstand in der Reihe: 30-40 cm
Abstand zur nächsten Pflanze: 40-50 cm
Samen pro Pflanzloch: 1-2
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Bevorzugte Beet Art: Naturgarten, Wildblumenbeet
Idealer Boden: Locker, humos, gut durchlässig
pH-Wert des Bodens: 5,5–7,0
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Gießverhalten: Mäßig feucht, keine Staunässe
Sonnenbedarf: Halbschattig bis sonnig
Düngereinsatz: Gering bis mittel, organisch bevorzugt
Empfohlener Dünger: Kompost
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Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein
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Krautzuordnung: Wildpflanze, Zierpflanze, Heilpflanze
Mit Heilwirkung: Ja
Wirkstoffe: Herzglykoside (Digitoxin, Digoxin), Flavonoide
Anwendungsbereiche: Herz-Kreislauf-Erkrankungen (nur unter ärztlicher Aufsicht)
Verabreichung: Medizinisch kontrolliert, nicht zur Selbstmedikation
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Essbar: Nein
Welche essbaren Teile: Keine
Giftig: Ja
Welche giftigen Teile: Ganze Pflanze, besonders Blätter und Samen
Verwechslungsgefahr mit: Nicht empfohlen, da sehr giftig; Verwechslung mit anderen Lippenblütlern möglich
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Verwendung in der Küche: Nicht geeignet
Beste Haltbarmachung: Nicht relevant
Lagerung der Pflanze: Nicht relevant
Das beste Rezept: Nicht anwendbar
Die beste Speise: Nicht anwendbar
Das beste Getränk: Nicht anwendbar
Die beste Beilage: Nicht anwendbar
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10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):
1. Roter Fingerhut – Digitalis purpurea subsp. purpurea
2. Digitalis purpurea subsp. maritima
3. Digitalis purpurea subsp. heywoodii
4. Digitalis purpurea subsp. toletana
5. Digitalis purpurea subsp. lusitanica
6. Digitalis purpurea subsp. gallaecica
7. Digitalis purpurea subsp. mauretanica
8. Digitalis purpurea subsp. nevadensis
9. Digitalis purpurea subsp. atlantica
10. Digitalis purpurea subsp. grandiflora
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Drei häufig vorkommende Unterarten:
- Digitalis purpurea subsp. purpurea
- Digitalis purpurea subsp. maritima
- Digitalis purpurea subsp. heywoodii
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Drei seltene Unterarten:
- Digitalis purpurea subsp. mauretanica
- Digitalis purpurea subsp. nevadensis
- Digitalis purpurea subsp. atlantica
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Guter Nachbar: Wildblumen, Stauden, die ähnliche Standortansprüche haben
Schlechter Nachbar: Starkzehrende Pflanzen, die Schatten werfen
Beste Mischkulturen: Naturnahe Wildblumenmischungen
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Quellennachweis:
- Flora Europaea, Band 5
- P. Schmeil, A. Fitschen: Flora von Deutschland
- Bundesamt für Naturschutz (BfN) – Artensteckbrief Digitalis purpurea
- Diverse botanische Fachbücher und Heilpflanzenführer