Die Färberkamille ist eine robuste, mehrjährige Pflanze, die traditionell zur Gewinnung von Farbstoffen genutzt wird und auch als Zierpflanze geschätzt wird. Sie wächst bevorzugt auf trockenen, sonnigen Standorten und ist ökologisch wertvoll für Insekten.
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Name (Deutsch): Färberkamille
Botanischer Name: Anthemis tinctoria
Gattung: Anthemis
Pflanzenfamilie: Korbblütler (Asteraceae)
Name im Volksmund: Färber-Hundskamille, Gelbe Kamille
Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 7-10 Unterarten (je nach Quelle, genaue Zahl variiert)
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Anbauordnung: Kulturpflanze, Zierpflanze, gelegentlich Wildpflanze
Kulturart: Blume / Zierpflanze
Klimazone: Gemäßigte Zone
Erntezeitraum: Juni bis August (Blütezeit)
Zehrer Art: Mittel Zehrer
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Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Verträgt keine Staunässe, benötigt sonnige, trockene Standorte
Bemerkung: Wird traditionell als Färberpflanze genutzt, besonders zur Gewinnung gelber Farbstoffe
Bester Fundort in der Natur: Trockenrasen, sonnige Wiesen, Magerrasen, Wegränder
Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit Kräutern und anderen trockenheitsliebenden Pflanzen; fördert Insektenvielfalt
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Blütenbeschreibung: Leuchtend gelbe, körbchenförmige Blüten mit vielen schmalen Zungenblüten, Durchmesser ca. 3-5 cm
Blattbeschreibung: Fein gefiedert, grau-grün, behaart, aromatisch
Stamm-/Stielbeschreibung: Aufrechter, verzweigter Stängel, behaart, bis 60 cm hoch
Samenbeschreibung: Kleine, braune, längliche Samen mit glatter Oberfläche
Art der Wurzler: Tiefwurzelnd, gut an trockene Böden angepasst
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Geruch der Pflanze: Würzig, leicht krautig
Geschmack der Pflanze: Bitter, aromatisch
Lebenszeitspanne: Mehrjährig (Staude)
Ökologische Schädlingsbekämpfung: Unterstützt Nützlinge, keine bekannte direkte Schädlingsabwehr
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Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: Ca. 14-21 Tage
Keimtemperatur: 15–20 °C
Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig
Keimfähigkeit in Jahren: Ca. 2-3 Jahre
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Aussaatzeitraum: Frühling (März bis Mai)
Aussaat Tiefe: Flach, ca. 0,3-0,5 cm
Abstand in der Reihe: 20-30 cm
Abstand zur nächsten Pflanze: 30-40 cm
Samen pro Pflanzloch: 1-2
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Bevorzugte Beet Art: Trockenbeet, Steingarten, Kräutergarten
Idealer Boden: Durchlässig, sandig bis lehmig, trocken bis mäßig feucht
pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5
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Gießverhalten: Mäßig, trockenheitsverträglich, keine Staunässe
Sonnenbedarf: Vollsonnig
Düngereinsatz: Gering, keine starken Dünger nötig
Empfohlener Dünger: Kompost oder organischer Langzeitdünger
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Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein
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Krautzuordnung: Gartenpflanze, Zierpflanze, Wildpflanze
Mit Heilwirkung: Ja (traditionell)
Wirkstoffe: Ätherische Öle, Flavonoide, Cumarine
Anwendungsbereiche: Traditionell bei Hautentzündungen, zur Beruhigung, als Färberpflanze
Verabreichung: Umschläge, Tinkturen, äußerlich
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Essbar: Nein
Welche essbaren Teile: Nicht relevant
Giftig: Nein
Welche giftigen Teile: Keine bekannt
Verwechslungsgefahr mit: Echte Kamille (Matricaria chamomilla), aber Färberkamille hat größere Blüten und andere Blattform
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Verwendung in der Küche: Nicht üblich
Beste Haltbarmachung: Trocknung der Blüten für Färbezwecke oder Heilpflanzenanwendung
Lagerung der Pflanze: Trocken, dunkel, luftdicht
Das beste Rezept: Nicht relevant
Die beste Speise: Nicht relevant
Das beste Getränk: Nicht relevant
Die beste Beilage: Nicht relevant
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10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):
1. Färberkamille – Anthemis tinctoria subsp. tinctoria
2. Anthemis tinctoria subsp. pallida
3. Anthemis tinctoria subsp. carpatica
4. Anthemis tinctoria subsp. crocea
5. Anthemis tinctoria subsp. caucasica
6. Anthemis tinctoria subsp. alpestris
7. Anthemis tinctoria subsp. parnassica
8. Anthemis tinctoria subsp. minor
9. Anthemis tinctoria subsp. hellenica
10. Anthemis tinctoria subsp. balcanica
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Drei häufig vorkommende Unterarten:
- Anthemis tinctoria subsp. tinctoria
- Anthemis tinctoria subsp. pallida
- Anthemis tinctoria subsp. carpatica
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Drei seltene Unterarten:
- Anthemis tinctoria subsp. parnassica
- Anthemis tinctoria subsp. hellenica
- Anthemis tinctoria subsp. balcanica
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Guter Nachbar: Lavendel, Salbei, Thymian (fördert gegenseitig Schädlingsabwehr und Insekten)
Schlechter Nachbar: Starkzehrende Pflanzen wie Tomaten oder Kohl (Konkurrenz um Nährstoffe)
Beste Mischkulturen: Trockenheitsliebende Kräuter und Blumen, z.B. Lavendel, Thymian, Schafgarbe
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Quellennachweis:
- Flora Europaea, Band 5
- P. Schmeil, A. Fitschen: Flora von Deutschland
- Bundesamt für Naturschutz (BfN) – Artensteckbrief Anthemis tinctoria
- "Handbuch der Heilpflanzen" von Brigitte Klemme
- Diverse botanische Fachartikel und Pflanzenführer