Disteln sind eine vielfältige Pflanzengruppe, die in Europa in zahlreichen Arten und Unterarten vorkommt. Sie sind oft Wildpflanzen mit charakteristischen stacheligen Blättern und Blüten, die eine wichtige ökologische Rolle spielen.

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Name (Deutsch): Distel 

Botanischer Name: Distel ist ein Sammelbegriff, häufig gemeint sind Arten der Gattungen Cirsium, Carduus, Onopordum u.a. 

Gattung: Verschiedene, z.B. Cirsium, Carduus, Onopordum 

Pflanzenfamilie: Korbblütler (Asteraceae) 

Name im Volksmund: Gemeine Distel, Kratzdistel, Mariendistel (je nach Art) 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Über 50 Arten und zahlreiche Unterarten und Varietäten, genaue Zahl variiert je nach Gattung 

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Anbauordnung: Wildpflanze, gelegentlich Zierpflanze 

Kulturart: Wildpflanze / Wiesenpflanze 

Klimazone: Gemäßigte Zone 

Erntezeitraum: Je nach Art zwischen Juni und September 

Zehrer Art: Schwach- bis Mittel Zehrer 

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Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Einige Arten sind geschützt, andere gelten als invasive oder unerwünschte Wildpflanzen 

Bemerkung: Stark stachelig, wichtige Nektarquelle für Insekten, besonders Bienen und Schmetterlinge 

Bester Fundort in der Natur: Magere Wiesen, Wegränder, Ruderalflächen, lichte Wälder 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit anderen Wildkräutern, fördert die Biodiversität 

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Blütenbeschreibung: Körbchenförmige, meist violette, rosa oder weiße Blüten, zusammengesetzt aus vielen Röhrenblüten 

Blattbeschreibung: Stark stachelig, oft grob gezähnt, grün bis grau-grün, behaart oder kahl 

Stamm-/Stielbeschreibung: Aufrechter, meist verzweigter Stängel, oft mit Stacheln besetzt 

Samenbeschreibung: Kleine, federartige Samen mit Haarschopf (Pappus) zur Verbreitung durch den Wind 

Art der Wurzler: Tiefwurzelnd 

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Geruch der Pflanze: Schwach, meist neutral bis leicht krautig 

Geschmack der Pflanze: Je nach Art unterschiedlich, meist bitter oder herb 

Lebenszeitspanne: Ein- bis mehrjährig, je nach Art 

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Fördert Nützlinge, keine direkte Schädlingsbekämpfung bekannt 

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Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 10–20 Tage 

Keimtemperatur: 15–20 °C 

Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig 

Keimfähigkeit in Jahren: 2–4 Jahre 

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Aussaatzeitraum: Frühling bis Frühsommer (April bis Juni) 

Aussaat Tiefe: Flach, ca. 0,5–1 cm 

Abstand in der Reihe: 30–50 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 40–60 cm 

Samen pro Pflanzloch: 1–3 

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Bevorzugte Beet Art: Mager bis nährstoffreich, gut durchlässig 

Idealer Boden: Sandig bis lehmig, meist kalkhaltig 

pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5 

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Gießverhalten: Mäßig, trockenheitsverträglich 

Sonnenbedarf: Vollsonnig bis halbschattig 

Düngereinsatz: Nicht erforderlich 

Empfohlener Dünger: Nicht relevant 

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Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein 

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Krautzuordnung: Wildpflanze, Wiesenpflanze, gelegentlich Zierpflanze 

Mit Heilwirkung: Ja (besonders Mariendistel) 

Wirkstoffe: Bitterstoffe, Flavonoide, Silymarin (bei Mariendistel) 

Anwendungsbereiche: Leberunterstützung (Mariendistel), entzündungshemmend, antioxidativ 

Verabreichung: Tee, Extrakte, Tinkturen 

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Essbar: Teilweise ja (junge Blätter, Stiele bei manchen Arten nach Entfernen der Stacheln) 

Welche essbaren Teile: Junge Blätter, Stiele, Blütenknospen (nach Vorbereitung) 

Giftig: Nein (bei korrekter Zubereitung)  

Welche giftigen Teile: Keine bekannt 

Verwechslungsgefahr mit: Andere stachelige Pflanzen, z.B. Distel-Arten untereinander, teilweise mit giftigen Arten nicht bekannt 

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Verwendung in der Küche: Selten, junge Blätter und Stiele gekocht oder als Gemüse verwendet 

Beste Haltbarmachung: Frisch oder getrocknet (bei Heilpflanzen) 

Lagerung der Pflanze: Frisch kühl lagern, getrocknet luftdicht 

Das beste Rezept: Mariendistel-Tee zur Leberunterstützung 

Die beste Speise: Gedünstete junge Distelblätter (bei essbaren Arten) 

Das beste Getränk: Disteltee (Mariendistel) 

Die beste Beilage: Nicht spezifisch 

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10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

1. Gewöhnliche Kratzdistel – Cirsium vulgare 

2. Wiesen-Kratzdistel – Cirsium dissectum 

3. Acker-Kratzdistel – Cirsium arvense 

4. Mariendistel – Silybum marianum 

5. Gemeine Flockenblume (oft verwechselt) – Centaurea jacea 

6. Edeldistel – Carduus defloratus 

7. Wollige Kratzdistel – Cirsium eriophorum 

8. Alpen-Kratzdistel – Cirsium spinosissimum 

9. Speerdistel – Onopordum acanthium 

10. Gewöhnliche Speerdistel – Onopordum tauricum 

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3 häufig vorkommende Unterarten: 

- Cirsium vulgare (Gewöhnliche Kratzdistel) 

- Cirsium arvense (Acker-Kratzdistel) 

- Silybum marianum (Mariendistel) 

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3 seltene Unterarten: 

- Cirsium dissectum (Wiesen-Kratzdistel) 

- Cirsium spinosissimum (Alpen-Kratzdistel) 

- Carduus defloratus (Edeldistel) 

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Guter Nachbar: Wildkräuter, Blumenwiesen, bienenfreundliche Pflanzen 

Schlechter Nachbar: Stark wuchernde Pflanzen, die Disteln verdrängen können 

Beste Mischkulturen: Blumenwiesen mit Wildkräutern und Gräsern zur Förderung der Biodiversität 

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Quellennachweis: 

- "Flora Europaea" 

- "Heilpflanzen der Heimat" von Hager 

- Botanischer Garten Berlin-Dahlem 

- Diverse Naturschutz- und Wildpflanzenportale