Echinacea (Echinacea purpurea)
Name (Deutsch): Sonnenhut
Botanischer Name: Echinacea purpurea (häufigste Art)
Gattung: Echinacea
Pflanzenfamilie: Korbblütler (Asteraceae)
Name im Volksmund: Purpursonnenhut, Roter Sonnenhut
Wieviele Unterarten gibt es in Europa:
- Echinacea ist ursprünglich nordamerikanisch; in Europa werden wenige Arten kultiviert, ca. 3-5 Arten/Unterarten werden hier angebaut oder wild gefunden (keine natürlichen Unterarten in Europa)
Anbauordnung: Kulturpflanze / Zierpflanze / Heilpflanze
Kulturart: Kräuter / Blume
Klimazone: Gemäßigte Zone (kann in milden Wintern mehrjährig sein)
Erntezeitraum: Juli bis September (Blüten, Wurzeln)
Zehrer Art: Mittel Zehrer
Wichtiger Hinweis zur Pflanze:
- Bevorzugt sonnige, durchlässige Böden; keine Staunässe; winterhart bei gutem Winterschutz
Bemerkung:
- Beliebte Heilpflanze mit immunstimulierender Wirkung, bienenfreundlich
Bester Fundort in der Natur:
- Ursprünglich Nordamerika, in Europa kultiviert in Gärten, Heilpflanzenbeeten
Beipflanzung und ihre Auswirkung:
- Gute Nachbarn wie Salbei, Lavendel und Thymian fördern Schädlingsabwehr und Bestäuber
Was sind die besten Mischkulturen:
- Kräuter und Stauden mit ähnlichen Standortansprüchen, z.B. Salbei, Lavendel, Kamille
Blütenbeschreibung:
- Große, auffällige Korbblüten mit purpurfarbenen bis rosa Zungenblüten
- Dunkelbraune bis schwarze, kegelförmige Scheibenblüten in der Mitte
- Blütezeit Juli bis September
Blattbeschreibung:
- Lange, lanzettliche Blätter, rau behaart, dunkelgrün
- Blätter wechselständig angeordnet
Stamm-/Stielbeschreibung:
- Aufrechter, kräftiger Stängel, 60–120 cm hoch
- Rau behaart
Samenbeschreibung:
- Kleine, braune Samen in Achänenform
- Reif im Spätsommer bis Herbst
Art der Wurzler: Pfahlwurzel, tief wurzelnd
Geruch der Pflanze: Schwach aromatisch, erdig
Geschmack der Pflanze: Bitter-würzig, herb
Lebenszeitspanne: Mehrjährig, winterhart (je nach Sorte)
Ökologische Schädlingsbekämpfung:
- Lockt Nützlinge an, resistent gegen viele Schädlinge
Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: 14-28 Tage
Keimtemperatur: 18-22 °C
Keimvorbereitung: Kaltstratifizierung (4-6 Wochen bei 4 °C) empfohlen
Keimfähigkeit in Jahren: 2-3 Jahre
Aussaatzeitraum: Frühling (März bis Mai)
Aussaat Tiefe: Oberflächlich bis 0,5 cm bedeckt
Abstand in der Reihe: 40-50 cm
Abstand zur nächsten Pflanze: 50-60 cm
Samen pro Pflanzloch: 1-2
Bevorzugte Beet Art: Heilpflanzenbeet, Kräuterbeet, Staudenbeet
Idealer Boden: Leicht sandig, durchlässig, humos
pH-Wert des Bodens: 6,0 – 7,0
Gießverhalten: Mäßig, Staunässe vermeiden
Sonnenbedarf: Vollsonnig
Düngereinsatz: Gering bis mittel, organisch bevorzugt
Empfohlener Dünger: Kompost, organischer Kräuterdünger
Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein
Krautzuordnung: Heilpflanze, Garten- und Wildkraut
Mit Heilwirkung: Ja
Wirkstoffe:
- Polysaccharide, Alkamide, Kaffeesäurederivate, ätherische Öle
Anwendungsbereiche:
- Immunstärkung, Erkältungskrankheiten, Wundheilung, entzündungshemmend
Verabreichung: Trinken (Tee, Extrakte), Tinkturen, Cremes
Essbar: Ja (Blüten und Blätter in kleinen Mengen)
Welche e-Teile: Blüten, Wurzeln, Blätter
Giftig: Nein
Welche g-Teile: Keine giftigen Teile bekannt
Verwechslungsgefahr mit:
- Rudbeckia-Arten (ähnlich, aber keine Heilwirkung)
Verwendung in der Küche: Selten, Blüten als Dekoration oder im Salat
Beste Haltbarmachung: Luftgetrocknet, schattig
Lagerung der Pflanze: Trocken, kühl, lichtgeschützt
Das beste Rezept: Echinacea-Tee mit Honig
Die beste Speise: Frische Blätter im Salat (sparsam)
Das beste Getränk: Echinacea-Tee
Die beste Beilage: Kräuterbeilagen zu leichten Gerichten
10 Arten/Unterarten, die in Europa kultiviert oder wild vorkommen:
- Purpursonnenhut – Echinacea purpurea
- Weißer Sonnenhut – Echinacea pallida
- Roter Sonnenhut – Echinacea angustifolia
- Smaragdsonnenhut – Echinacea paradoxa
- Gelber Sonnenhut – Echinacea paradoxa var. flavida
- Blasser Sonnenhut – Echinacea laevigata
- Schmalblättriger Sonnenhut – Echinacea angustifolia var. angustifolia
- Riesen-Sonnenhut – Echinacea gigantea (selten)
- Wiesen-Sonnenhut – Echinacea simulata (selten)
- Westlicher Sonnenhut – Echinacea pallida var. pallida
Drei häufig vorkommende Arten/Unterarten:
- Purpursonnenhut (Echinacea purpurea)
- Weißer Sonnenhut (Echinacea pallida)
- Roter Sonnenhut (Echinacea angustifolia)
Drei selten vorkommende Arten/Unterarten:
- Smaragdsonnenhut (Echinacea paradoxa)
- Blasser Sonnenhut (Echinacea laevigata)
- Riesen-Sonnenhut (Echinacea gigantea)
Guter Nachbar:
- Salbei, Lavendel, Thymian – fördern Schädlingsabwehr und Bestäubung
Schlechter Nachbar:
- Starkzehrende Pflanzen, die Echinacea Konkurrenz machen
Beste Mischkulturen:
- Kräuter und Stauden mit ähnlichen Standortansprüchen, z.B. Salbei, Lavendel, Kamille
Quellennachweis:
- Heilpflanzenlexika
- Botanische Fachliteratur
- Wissenschaftliche Studien zu Echinacea
- Gärtnerhandbücher