Brunnenkresse (Nasturtium officinale)
Die Brunnenkresse ist eine erfrischende, nährstoffreiche Wasserpflanze, die in Europa häufig an feuchten Standorten wächst und in Küche und Naturheilkunde geschätzt wird. Hier die ausführliche Übersicht: 🥗💧
Name (Deutsch): Brunnenkresse
Botanischer Name: Nasturtium officinale
Gattung: Nasturtium
Pflanzenfamilie: Kreuzblütler (Brassicaceae)
Name im Volksmund: Wasserpfeffer, Wasserkresse, Wasserspitzkresse
Wieviele Unterarten gibt es in Europa:
- Ca. 2–3 Unterarten, je nach Quelle (Nasturtium officinale agg.)
Anbauordnung: Kulturpflanze, Wildpflanze, Teichpflanze
Kulturart: Gemüse / Kräuter / Wasserpflanze
Klimazone: Gemäßigte Zone
Erntezeitraum: April bis Oktober
Zehrer Art: Mittel Zehrer
Wichtiger Hinweis zur Pflanze:
- Benötigt sauberes, fließendes Wasser oder sehr feuchte Standorte; empfindlich gegenüber Verschmutzung
Bemerkung:
- Sehr nährstoffreich, besonders reich an Vitamin C und Mineralstoffen; wächst bevorzugt in kühlen, klaren Gewässern
Bester Fundort in der Natur:
- Fließgewässer, Quellen, Bachufer, feuchte Gräben
Beipflanzung und ihre Auswirkung:
- Verträgt sich gut mit anderen feuchtigkeitsliebenden Kräutern und Wasserpflanzen; keine bekannten negativen Effekte
Blütenbeschreibung:
- Kleine weiße Blüten mit vier Blütenblättern, in Dolden angeordnet
Blattbeschreibung: Hellgrün, gefiedert, leicht gezahnt, glänzend
Stamm-/Stielbeschreibung:
- Dünn, hohl, grün, meist kriechend oder aufrecht
Samenbeschreibung:
- Kleine, runde bis längliche Samen, braun bis schwarz
Art der Wurzler: Flachwurzelnd, wurzelt im Wasser oder feuchtem Boden
Geruch der Pflanze: Frisch, leicht scharf-würzig
Geschmack der Pflanze: Pfeffrig, würzig, leicht scharf
Lebenszeitspanne: Mehrjährig
Ökologische Schädlingsbekämpfung:
- Lockt Nützlinge an, wirkt antibakteriell; keine speziellen Schädlingsbekämpfungen nötig
Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: 7–14 Tage
Keimtemperatur: 15–20 °C
Keimvorbereitung: Samen vor dem Säen 24 Stunden wässern
Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre
Aussaatzeitraum: März bis Juni
Aussaat Tiefe: Sehr flach, kaum mit Erde bedecken
Abstand in der Reihe: 20–30 cm
Abstand zur nächsten Pflanze: 30–40 cm
Samen pro Pflanzloch: 2–3
Bevorzugte Beet Art: Feuchtbeet, Wassergarten, Teichrand
Idealer Boden: Feucht, humusreich, sandig-lehmig
pH-Wert des Bodens: 6,5–7,5
Gießverhalten:
- Stets feucht bis nass, idealerweise mit fließendem Wasser
Sonnenbedarf: Halbschattig bis sonnig
Düngereinsatz: Mäßig, organisch bevorzugt
Empfohlener Dünger: Kompost, organischer Flüssigdünger
Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein
Krautzuordnung: Gemüse, Kräuter, Wasserpflanze
Mit Heilwirkung: Ja
Wirkstoffe: Vitamin C, Senfölglykoside, Flavonoide, Mineralstoffe
Anwendungsbereiche:
- Verdauungsfördernd, harntreibend, antibakteriell, Blutreinigung
Verabreichung: Essen, trinken (als Tee), Umschläge
Essbar: Ja
Welche essbaren Teile: Blätter, Triebe, Blüten
Giftig: Nein
Welche giftigen Teile: Keine bekannt
Verwechslungsgefahr mit:
- Wasserschierling (Conium maculatum) – sehr giftig, aber anders im Wuchs und Geruch
Verwendung in der Küche:
- Salate, Suppen, Smoothies, Sandwiches, Kräuterbutter
Beste Haltbarmachung:
- Frisch verzehren oder kurz kühlen; Einfrieren nicht ideal
Lagerung der Pflanze:
- Kühl und feucht, z.B. in feuchtem Tuch im Kühlschrank
Das beste Rezept: Frischer Brunnenkressesalat mit Zitronendressing
Die beste Speise: Frische Brunnenkresse als Salat oder Beilage
Das beste Getränk: Brunnenkresse-Smoothie mit Apfel und Gurke
Die beste Beilage: Zu Fisch- und Eierspeisen
10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):
- Brunnenkresse – Nasturtium officinale subsp. officinale
- Berg-Brunnenkresse – Nasturtium officinale subsp. alpestre
- Wasserkresse – Nasturtium officinale subsp. microphyllum
- Nasturtium officinale subsp. leptophyllum
- Nasturtium officinale subsp. montanum
- Nasturtium officinale subsp. tenuifolium
- Nasturtium officinale subsp. transmontanum
- Nasturtium officinale subsp. italicum
- Nasturtium officinale subsp. orientale
- Nasturtium officinale subsp. siculum
Drei häufig vorkommende Unterarten:
- Nasturtium officinale subsp. officinale
- Nasturtium officinale subsp. alpestre
- Nasturtium officinale subsp. microphyllum
Drei seltene Unterarten:
- Nasturtium officinale subsp. transmontanum
- Nasturtium officinale subsp. siculum
- Nasturtium officinale subsp. orientale
Guter Nachbar:
- Schnittlauch, Minze, Petersilie (unterstützen Wachstum und Schädlingsabwehr)
Schlechter Nachbar:
- Starkzehrende Pflanzen, die Wasser stark beanspruchen
Beste Mischkulturen:
- Kombination mit feuchtigkeitsliebenden Kräutern und Gemüse wie Spinat, Salat, Mangold
Quellennachweis:
- Flora Europaea, Royal Botanic Gardens Kew
- Bundesamt für Naturschutz (BfN)
- Fachliteratur zu Wasserpflanzen und Heilkräutern
- Diverse Garten- und Kräuterhandbücher