Die Zimtkassie (Cinnamomum cassia oder auch Cinnamomum aromaticum) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae). Sie ist die Quelle für den sogenannten Cassiazimt (Gewürzrinde), der oft als eine minderwertigere Sorte von Zimt bezeichnet wird. Trotz dieser Verwechslung ist Kassia kein echter Zimt, sondern ein eigenes Gewürz.
Bei der Zimtkassie wird die borkige Rinde direkt als Gewürz verwendet (daher auch der deutsche Name „Gewürzrinde“). Die sechs- bis siebenjährigen Zweige werden entrindet. Die Rinde wird meist nur sehr oberflächlich von den äußeren Teilen, dem Korkmantel, befreit und getrocknet.
Um feinere Cassia-Qualitäten zu erhalten, wird die oft flechtenbewachsene, gerbstoffhaltige Borke abgeschält. Dadurch verbessert sich der Geschmack, denn der Zimt schmeckt umso herber, je gerbstoffhaltiger er ist.
Die Zweigrinde (griechisch „xylocassia“) des Cassia-Zimts ist grundsätzlich viel dicker und gröber als die des Ceylon-Zimtbaums (Cinnamomum verum). Sie rollt sich im Gegensatz zu dieser von beiden Seiten zylindrisch ein.
Die Zimtkassie ist ein immergrüner Baum, der hauptsächlich für seine aromatische Rinde geschätzt wird und als günstige Alternative zum Ceylon-Zimt weltweit bekannt ist.
________________________________________
Name (Deutsch): Zimtkassie, Kassia, Chinesischer Zimt
Botanischer Name: Cinnamomum cassia (syn. Cinnamomum aromaticum)
Gattung: Cinnamomum
Pflanzenfamilie: Lorbeergewächse (Lauraceae)
Name im Volksmund: Kassia, Chinesischer Zimt, Indischer Zimt
Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Keine natürlichen Unterarten in Europa, da tropische Herkunft und nur kultiviert
________________________________________
Anbauordnung: Kulturpflanze
Kulturart: Gewürzpflanze / Gehölz
Klimazone: Tropisch, in Europa nur als Kübelpflanze oder Gewächshauspflanze
Erntezeitraum: Hauptsächlich im Winter bis Frühjahr (Rindenernte)
Zehrer Art: Mittel Zehrer
________________________________________
Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Enthält höhere Mengen an Cumarin als Ceylon-Zimt, daher in großen Mengen gesundheitlich bedenklich
Bemerkung: Immergrüner Baum, bis zu 10–15 m hoch, Rinde wird als Gewürz verwendet
Bester Fundort in der Natur: Ursprünglich in Südchina und Indonesien, heute weltweit kultiviert
Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit anderen tropischen Gehölzen; keine negativen Effekte bekannt
________________________________________
Blütenbeschreibung: Kleine, gelblich-grüne Blüten in rispenartigen Blütenständen
Blattbeschreibung: Elliptische, glänzende, dunkelgrüne Blätter mit aromatischem Duft
Stamm-/Stielbeschreibung: Glatter bis leicht rissiger Stamm mit graubrauner Rinde
Samenbeschreibung: Kleine, ovale, schwarze bis dunkelbraune Beerenfrüchte
Art der Wurzler: Tiefwurzelnd
________________________________________
Geruch der Pflanze: Aromatisch, würzig, zimtig
Geschmack der Pflanze: Warm, süßlich-würzig, intensiv
Lebenszeitspanne: Mehrjährig, langlebig (bis zu 50 Jahre)
Ökologische Schädlingsbekämpfung: Ätherische Öle wirken antibakteriell und fungizid
________________________________________
Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: 3–6 Wochen
Keimtemperatur: 25–30 °C
Keimvorbereitung: Samen vor der Aussaat 24 Stunden in warmem Wasser einweichen
Keimfähigkeit in Jahren: 1–2 Jahre
________________________________________
Aussaatzeitraum: Frühling bis Sommer
Aussaat Tiefe: Flach, ca. 1–2 cm
Abstand in der Reihe: 3–4 m (bei Anzucht)
Abstand zur nächsten Pflanze: 4–5 m
Samen pro Pflanzloch: 1
________________________________________
Bevorzugte Beet Art: Gut drainierte, humusreiche Böden oder Kübel mit tropischem Substrat
Idealer Boden: Locker, nährstoffreich, gut durchlässig
pH-Wert des Bodens: 5,5–7,0 (leicht sauer bis neutral)
________________________________________
Gießverhalten: Gleichmäßig feucht, keine Staunässe
Sonnenbedarf: Halbschattig bis sonnig
Düngereinsatz: Regelmäßig während Wachstumsperiode
Empfohlener Dünger: Organischer Dünger für tropische Gehölze
________________________________________
Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein
________________________________________
Krautzuordnung: Gewürzpflanze / Gehölz
Mit Heilwirkung: Ja
Wirkstoffe: Ätherische Öle, Cumarin, Zimtaldehyd, Eugenol
Anwendungsbereiche: Verdauungsfördernd, antibakteriell, entzündungshemmend
Verabreichung: Gewürz in Speisen, Tee, Tinkturen
________________________________________
Essbar: Ja
Welche essbaren Teile: Getrocknete Rinde (Zimtrinde)
Giftig: Ja, bei übermäßigem Verzehr wegen Cumarin-Gehalt
Welche giftigen Teile: Rinde (hoher Cumarinanteil)
Verwechslungsgefahr mit: Ceylon-Zimt (Cinnamomum verum), der weniger Cumarin enthält
________________________________________
Verwendung in der Küche: Gewürz für Backwaren, Süßspeisen, Getränke, Currys
Beste Haltbarmachung: Getrocknet, luftdicht und dunkel gelagert
Lagerung der Pflanze: Getrocknete Rinde in luftdichten Behältern
Das beste Rezept: Gebackene Apfel-Zimt-Stücke mit Kassia
Die beste Speise: Zimtgebäck, Currygerichte mit Zimtnote
Das beste Getränk: Gewürztee mit Zimtkassie
Die beste Beilage: Süßspeisen, Reisgerichte
________________________________________
10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):
· Keine, da nicht heimisch
________________________________________
3 häufig vorkommende Unterarten:
· Nicht zutreffend
______________________________________
3 seltene Unterarten:
· Nicht zutreffend
________________________________________
Guter Nachbar: Andere tropische Gewürz- und Heilpflanzen
Schlechter Nachbar: Starkzehrende Pflanzen
Beste Mischkulturen: Kombination mit tropischen Gehölzen und Gewürzpflanzen
________________________________________
Quellennachweis:
- "Gewürzpflanzen" von Uwe Seidel
- "Flora of China"
- Wissenschaftliche Artikel zu Cinnamomum cassia
- Tropische Pflanzenhandbücher