Name (Deutsch): Baldrian
Botanischer Name: Valeriana officinalis
Gattung: Valeriana
Pflanzenfamilie: Geißblattgewächse (Caprifoliaceae)
Name im Volksmund: Echter Baldrian, Arzneibaldrian, Katzenkraut
Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 3 bis 5 Unterarten, je nach Quelle
Anbauordnung: Kulturpflanze, Wildpflanze
Kulturart: Heilpflanze, Wiesenpflanze
Klimazone: Gemäßigte Zone
Erntezeitraum: Spätsommer bis Frühherbst (August bis September)
Zehrer Art: Mittel Zehrer
Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Wurzelstock wird genutzt; charakteristischer, intensiver Geruch kann als unangenehm empfunden werden
Bemerkung: Mehrjährige Pflanze, bevorzugt feuchte, nährstoffreiche Böden
Bester Fundort in der Natur: Feuchte Wiesen, Uferbereiche, lichte Wälder
Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit feuchtigkeitsliebenden Pflanzen, kann durch seinen Geruch Insekten abwehren
Blütenbeschreibung: Kleine, rosa bis weißliche, duftende Blüten in dichten, schirmrispigen Blütenständen
Blattbeschreibung: Gefiedert, grob gezähnt, untere Blätter lang gestielt
Stamm-/Stielbeschreibung: Aufrecht, hohl, bis zu 1,5 m hoch, verzweigt
Samenbeschreibung: Kleine, längliche Samen mit Haarbüschel (Windverbreitung)
Art der Wurzler: Tiefwurzelnd, Rhizomatös
Geruch der Pflanze: Intensive, erdige, leicht moschusartige Wurzelgeruch
Geschmack der Pflanze: Bitter, aromatisch, wurzelartig
Lebenszeitspanne: Mehrjährig, winterhart
Ökologische Schädlingsbekämpfung: Fördert Nützlinge, keine besonderen Schädlingsprobleme
Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: 2 bis 4 Wochen
Keimtemperatur: 15 bis 20 °C
Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig, gelegentlich Kaltstratifizierung empfohlen
Keimfähigkeit in Jahren: 2 bis 3 Jahre
Aussaatzeitraum: Frühling (März bis Mai)
Aussaat Tiefe: Flach, ca. 0,5 cm
Abstand in der Reihe: 30 cm
Abstand zur nächsten Pflanze: 40 cm
Samen pro Pflanzloch: 2 bis 3
Bevorzugte Beet Art: Feuchtes Kräuter- oder Staudenbeet
Idealer Boden: Feucht, nährstoffreich, humos, gut durchlässig
pH-Wert des Bodens: 6,0 bis 7,5 (neutral bis leicht sauer)
Gießverhalten: Regelmäßig, Staunässe vermeiden
Sonnenbedarf: Sonne bis Halbschatten
Düngereinsatz: Mittel bis gering
Empfohlener Dünger: Kompost, organischer Dünger
Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein
Krautzuordnung: Heilpflanze, Wiesenpflanze
Mit Heilwirkung: Ja
Wirkstoffe: Valerensäure, ätherische Öle, Iridoide, Flavonoide
Anwendungsbereiche: Beruhigung, Schlafstörungen, Nervosität, Verdauungsförderung
Verabreichung: Tee, Tinkturen, Extrakte, Badezusätze
Essbar: Nein (Wurzel wird medizinisch genutzt, nicht als Lebensmittel)
Welche e-Teile: Wurzelstock
Giftig: Nein
Welche g-Teile: Keine giftigen Teile bekannt
Verwechslungsgefahr mit: Baldrianarten wie Valeriana sambucifolia, gelegentlich mit anderen Doldenblütlern
Verwendung in der Küche: Nicht üblich
Beste Haltbarmachung: Luftgetrocknet, dunkel und trocken lagern
Lagerung der Pflanze: Getrocknete Wurzel in luftdichten Behältern
Das beste Rezept: Baldriantee aus getrockneter Wurzel
Die beste Speise: Nicht relevant
Das beste Getränk: Baldriantee
Die beste Beilage: Nicht relevant
10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):
1. Echter Baldrian – Valeriana officinalis subsp. officinalis
2. Wald-Baldrian – Valeriana officinalis subsp. sambucifolia
3. Sumpf-Baldrian – Valeriana dioica
4. Kleine Baldrian – Valeriana pumila
5. Valeriana montana
6. Valeriana collina
7. Valeriana tripteris
8. Valeriana celtica
9. Valeriana pyrenaica
10. Valeriana saxatilis
Drei häufig vorkommende Unterarten:
- Valeriana officinalis subsp. officinalis
- Valeriana officinalis subsp. sambucifolia
- Valeriana dioica (Sumpf-Baldrian)
Drei seltenst vorkommende Unterarten:
- Valeriana pyrenaica
- Valeriana saxatilis
- Valeriana collina
Guter Nachbar: Kamille, Melisse, Lavendel (fördern gegenseitig das Wachstum und Schädlingsabwehr)
Schlechter Nachbar: Starkzehrende Pflanzen, die viel Wasser benötigen (z.B. Mais)
Beste Mischkulturen: Kräuterbeete mit Kamille, Melisse, Zitronenmelisse, Lavendel
Quellennachweis:
- Wikipedia: Valeriana officinalis
- PFAU Natur: Baldrian
- krautundrueben.de
- pflanzen-der-welt.de
- heilpflanzen-welt.de