Name (Deutsch): Echter Anis 

Botanischer Name: Pimpinella anisum 

Gattung: Pimpinella 

Pflanzenfamilie: Doldenblütler (Apiaceae) 

Name im Volksmund: Anis, Süßanis 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Keine klar definierten Unterarten, meist als eine Art kultiviert 


Anbauordnung: Kulturpflanze 

Kulturart: Kräuter/Gewürz 

Klimazone: Gemäßigte bis subtropische Zone 

Erntezeitraum: August bis September 

Zehrer Art: Mittelzehrer 


Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Benötigt sonnigen Standort und gut durchlässigen, warmen Boden; frostempfindlich 

Bemerkung: Einjährige Pflanze, bekannt für die aromatischen Samen, die als Gewürz und Heilmittel verwendet werden 

Bester Fundort in der Natur: Ursprünglich im östlichen Mittelmeerraum, heute kultiviert in gemäßigten Regionen 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Gute Nachbarn sind Gurken und Kohl; fördern gegenseitig Wachstum und Schädlingsabwehr 


Blütenbeschreibung: Kleine, weiße Doldenblüten 

Blattbeschreibung: Fein gefiedert, hellgrün, aromatisch 

Stamm-/Stielbeschreibung: Aufrechter, hohler Stängel, grün, bis 60 cm hoch 

Samenbeschreibung: Kleine, längliche, hellbraune Samen mit süßlichem Anisduft 

Art der Wurzler: Flachwurzelnd 


Geruch der Pflanze: Süßlich-anisartig 

Geschmack der Pflanze: Süßlich, aromatisch, anisartig 

Lebenszeitspanne: Einjährig 

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Zieht Nützlinge an, wirkt abschreckend auf Blattläuse 


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 7–14 Tage 

Keimtemperatur: 15–20 °C 

Keimvorbereitung: Samen vor der Aussaat 12 Stunden in Wasser einweichen 

Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre 


Aussaatzeitraum: März bis April 

Aussaat Tiefe: 1–2 cm 

Abstand in der Reihe: 20–25 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 25–30 cm 

Samen pro Pflanzloch: 1–2 


Bevorzugte Beet Art: Gemüsebeet, Kräuterbeet 

Idealer Boden: Locker, humos, gut durchlässig, warm 

pH-Wert des Bodens: 6,0–7,0 

Gießverhalten: Gleichmäßig feucht, Staunässe vermeiden 

Sonnenbedarf: Vollsonnig 

Düngereinsatz: Mittel 

Empfohlener Dünger: Kompost, organischer Kräuterdünger 


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein 


Krautzuordnung: Küchen- und Würzkraut, Heilpflanze 

Mit Heilwirkung: Ja 

Wirkstoffe: Ätherische Öle (Anethol), Flavonoide, Schleimstoffe 

Anwendungsbereiche: Verdauungsfördernd, krampflösend, schleimlösend, auswurffördernd 

Verabreichung: Trinken (Tee), essen, Tinkturen 


Essbar: Ja 

Welche e-Teile: Samen, Blätter (selten) 

Giftig: Nein 

Welche g-Teile: Keine giftigen Teile bekannt 

Verwechslungsgefahr mit: Andere Doldenblütler, z.B. Kälberkropf (Conium), aber durch Geruch gut unterscheidbar 


Verwendung in der Küche: Würzen von Backwaren, Süßspeisen, Likören, Brot, Tee 

Beste Haltbarmachung: Samen trocken lagern 

Lagerung der Pflanze: Samen trocken, kühl und dunkel 

Das beste Rezept: Anisbrot 

Die beste Speise: Anisgebäck 

Das beste Getränk: Anistee oder Anislikör 

Die beste Beilage: Süße Backwaren mit Anis 


10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

Echter Anis wird überwiegend als eine Art ohne klar abgegrenzte Unterarten betrachtet, jedoch gibt es regionale Varietäten und nahe verwandte Arten: 

1.        Echter Anis – *Pimpinella anisum* 

2.        Wiesen-Anis – *Pimpinella saxifraga* (verwandt) 

3.        Berg-Anis – *Pimpinella major* (verwandt) 

4.        Kleiner Anis – *Pimpinella peregrina* 

5.        Ähriger Anis – *Pimpinella spicata* 

6.        Südlicher Anis – *Pimpinella tragium* 

7.        Wald-Anis – *Pimpinella sylvestris* 

8.        Alpen-Anis – *Pimpinella alpina* 

9.        Schmalblättriger Anis – *Pimpinella angustifolia* 

10.     Gefiederter Anis – *Pimpinella dissecta* 


Drei häufig vorkommende Varietäten/Verwandte: 

- Echter Anis (*Pimpinella anisum*) 

- Wiesen-Anis (*Pimpinella saxifraga*) 

- Berg-Anis (*Pimpinella major*) 


Drei selten vorkommende Varietäten/Verwandte: 

-      Ähriger Anis (*Pimpinella spicata*) 

-      Südlicher Anis (*Pimpinella tragium*) 

-      Alpen-Anis (*Pimpinella alpina*) 


Guter Nachbar: Gurken, Kohl, Bohnen (fördern Wachstum und Schädlingsabwehr) 

Schlechter Nachbar: Karotten, Fenchel (hemmen Anis) 

Beste Mischkulturen: Anis mit Gurken, Kohl, Bohnen, Salat 


Quellennachweis: 

-      "Pimpinella anisum" in Flora Europaea 

-      Universität Hohenheim: Anis Anbau und Pflege 

-      Kräuterlexikon Stiftung Warentest 

-      Diverse botanische Fachquellen und Gartenratgeber