Die ersten Gäste in deinem Gemüsegarten können Erbsen sein.
Diese Schmetterlingsblütler keimen schon bei niedrigen Temperaturen und stellen keine hohen Ansprüche an die Nährstoffversorgung deines Bodens. Während du Zuckerschoten direkt von der Pflanze naschen kannst, bevor sich im Inneren der Schote die eigentlichen Erbsen ausbilden, lässt man diese bei Markerbsen üblicherweise größer werden, um sie dann zu kochen.
Erbsen sind eine nährstoffreiche und vielseitige Kulturpflanze, die durch ihre Fähigkeit zur Stickstofffixierung auch ökologisch wertvoll ist. Sie passen gut in nachhaltige Fruchtfolgen und Mischkulturen. 🌱
Erbsen sind eine der ältesten und wichtigsten Kulturpflanzen weltweit, geschätzt für ihre Nährstoffe und vielseitige Verwendung. Hier die ausführliche Übersicht im gewünschten Stil:
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Name (Deutsch): Erbse
Botanischer Name: Pisum sativum
Gattung: Pisum
Pflanzenfamilie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Name im Volksmund: Garten- oder Speiseerbse, Zuckererbse, Markerbse
Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 3-5 Unterarten und zahlreiche Sorten
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Anbauordnung: Kulturpflanze
Kulturart: Gemüse
Klimazone: Gemäßigte Zone
Erntezeitraum: Mai bis August (je nach Sorte)
Zehrer Art: Mittel Zehrer
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Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Fixiert Stickstoff im Boden durch Knöllchenbakterien und verbessert dadurch die Bodenfruchtbarkeit
Bemerkung: Erbsen sind Kletterpflanzen mit Rankhilfen, benötigen meist Stützen oder Spaliere
Bester Fundort in der Natur: Ursprünglich Mittelmeerraum, heute weltweit kultiviert
Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit Mais, Karotten, Radieschen; verbessert Boden durch Stickstoffanreicherung
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Blütenbeschreibung: Weiße, violette oder rosafarbene Schmetterlingsblüten
Blattbeschreibung: Gefiederte Blätter mit Ranken zum Klettern
Stamm-/Stielbeschreibung: Kletternde, dünne Stängel, oft weich behaart
Samenbeschreibung: Runde bis leicht längliche Samen in Hülsen, grün, gelb oder violett
Art der Wurzler: Flachwurzelnd mit Knöllchenbakterien
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Geruch der Pflanze: Schwach, frisch
Geschmack der Pflanze: Süßlich, nussig (Samen)
Lebenszeitspanne: Einjährig
Ökologische Schädlingsbekämpfung: Förderung von Nützlingen, Mischkultur reduziert Schädlingsdruck
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Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: 7-14 Tage
Keimtemperatur: 10-20 °C optimal
Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig
Keimfähigkeit in Jahren: 2-3 Jahre
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Aussaatzeitraum: Frühling (März bis Mai)
Aussaat Tiefe: 3-5 cm
Abstand in der Reihe: 5-10 cm
Abstand zur nächsten Pflanze: 20-30 cm
Samen pro Pflanzloch: 2-3
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Bevorzugte Beet Art: Gemüsebeet, Mischkulturbeet
Idealer Boden: Locker, humusreich, gut durchlässig
pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5
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Gießverhalten: Gleichmäßig feucht, keine Staunässe
Sonnenbedarf: Vollsonnig bis halbschattig
Düngereinsatz: Gering bis mittel, Stickstoffdüngung meist nicht nötig wegen Knöllchenbakterien
Empfohlener Dünger: Kompost, Phosphor- und Kaliumbetont
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Ist das Anhäufen von Vorteil: Ja, zur Stabilisierung der Pflanzen
Ist eine Rankhilfe nötig: Ja
Ist ein Spalier notwendig: Empfehlenswert
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Krautzuordnung: Gemüse / Gartenpflanze
Mit Heilwirkung: Ja
Wirkstoffe: Proteine, Vitamine, Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe
Anwendungsbereiche: Ernährung, ballaststoffreich, fördert Verdauung
Verabreichung: Essen (Samen und junge Schoten)
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Essbar: Ja
Welche essbaren Teile: Samen (Erbsen), junge Schoten bei Zuckererbsen
Giftig: Nein
Welche giftigen Teile: Keine bekannt
Verwechslungsgefahr mit: Gartenbohne (Phaseolus vulgaris) junge Schoten können ähnlich aussehen
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Verwendung in der Küche: Frisch, gekocht, als Gemüse, Suppen, Salate, Pürees
Beste Haltbarmachung: Einfrieren, Einmachen, Trocknen
Lagerung der Pflanze: Kühl, feucht (frische Schoten)
Das beste Rezept: Erbsensuppe, Erbsenpüree
Die beste Speise: Frische Erbsen mit Minze
Das beste Getränk: Erbsenwasser (traditionell)
Die beste Beilage: Zu Fleisch- und Fischgerichten
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10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):
1. Pisum sativum subsp. sativum (Speiseerbse)
2. Pisum sativum subsp. elatius (Wildform)
3. Pisum sativum subsp. arvense (Markerbse)
4. Pisum sativum var. saccharatum (Zuckererbse)
5. Pisum sativum var. macrocarpon (Zuckererbse, Schalerbse)
6. Pisum sativum subsp. abyssinicum (Äthiopische Erbse)
7. Pisum sativum var. medullare
8. Pisum sativum var. arvense
9. Pisum sativum var. humile
10. Pisum sativum var. elatius
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Drei häufig vorkommende Unterarten:
- Pisum sativum subsp. sativum
- Pisum sativum var. saccharatum
- Pisum sativum var. macrocarpon
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Drei seltene Unterarten:
- Pisum sativum subsp. abyssinicum
- Pisum sativum var. medullare
- Pisum sativum var. humile
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Guter Nachbar: Mais, Karotten, Radieschen, Gurken
Schlechter Nachbar: Zwiebeln, Knoblauch (hemmen Wachstum)
Beste Mischkulturen: Erbsen mit Mais, Karotten, Radieschen, Gurken
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Quellennachweis:
- Flora Europaea
- Bundeszentrum für Ernährung (BZfE)
- Fachliteratur Gemüseanbau
- Deutsche Gesellschaft für Gartenbauwissenschaft
- Saatgutkataloge und Sortenbeschreibungen