Butterkopfsalat – Lactuca sativa var. butterhead

Die Butterkopfsalat ist eine beliebte Salatpflanze, die weltweit in gemäßigten Klimazonen angebaut wird.


Name (Deutsch): Butterkopfsalat

Botanischer Name: Lactuca sativa var. butterhead

Gattung: Lactuca

Pflanzenfamilie: Korbblütler (Asteraceae)

Name im Volksmund: Buttersalat, Kopfsalat, Salatkopf

Wieviele Unterarten in Europa:

  • Ca. 5–7 kultivierte Sorten, keine wilden Unterarten im engeren Sinne

Anbauordnung: Kulturpflanze (Gemüseanbau)

Kulturart: Gemüse

Klimazone: Gemäßigte Zone (optimal 15–20 °C)

Erntezeitraum: Mai bis Oktober (je nach Aussaatzeitpunkt)

Zehrer Art: Mittel Zehrer


Wichtiger Hinweis zur Pflanze:

-      Verträgt keine Staunässe; lockere, humusreiche Böden bevorzugt

Bemerkung:

-      Einjährig, bildet einen lockeren bis festen Kopf ausweichen, buttrigen Blättern

Bester Fundort in der Natur: Wird nicht wild gefunden (kultiviert)

Beipflanzung und ihre Auswirkung:

-      Verträgt sich gut mit Radieschen, Karotten, Zwiebeln und Kräutern wie Dill; fördert die gegenseitige Gesundheit


Blütenbeschreibung:

-      Kleine, gelbe, unscheinbare Blüten in rispigen Blütenständen (bei Schossneigung)

Blattbeschreibung:

-      Weiche, hellgrüne bis gelbliche Blätter, locker zu einem Kopf angeordnet, zart und saftig

Stamm-/Stielbeschreibung:

-      Kurzer, dicker Stiel, der sich zum Kopf hin verbreitert

Samenbeschreibung:

-      Kleine, schwarze oder braune Samen mit weißem Pappus (Haarkranz)

Art der Wurzler: Flachwurzelnd


Geruch der Pflanze: Mild, leicht grasig, kaum wahrnehmbar

Geschmack der Pflanze: Mild, leicht nussig, buttrig

Lebenszeitspanne: Einjährig (ca. 60–90 Tage bis zur Ernte)

Ökologische Schädlingsbekämpfung:

-      Förderung von Nützlingen wie Marienkäfern und Schlupfwespen; resistente Sorten wählen


Keimer Art: Lichtkeimer

Keimdauer: 7–14 Tage

Keimtemperatur: 15–20 °C

Keimvorbereitung:

-      Samen vor der Aussaat 12–24 Stunden in Wasser einweichen (beschleunigt die Keimung)

Keimfähigkeit in Jahren: 3–5 Jahre (bei trockener, kühler Lagerung)


Aussaatzeitraum:

-      März bis August (Freiland), Februar bis September (Gewächshaus)

Aussaat Tiefe: 0,5–1 cm

Abstand in der Reihe: 25–30 cm

Abstand zur nächsten Pflanze: 25–30 cm

Samen pro Pflanzloch:

-      2–3 Samen (später auf den stärksten Keimling vereinzeln)


Bevorzugte Beet Art: Gemüsebeet, Hochbeet, Mischkulturbeet

Idealer Boden:

-      Lockere, humusreiche, gut durchlässige Erde mit pH-Wert 6,0–7,0

pH-Wert des Bodens: 6,0–7,0


Gießverhalten: Gleichmäßig feucht halten, Staunässe vermeiden

Sonnenbedarf:

-      Halbschatten bis vollsonnig (verträgt keine pralle Mittagssonne)

Düngereinsatz:

-      Organischer Gemüsedünger oder Kompost vor der Aussaat

Empfohlener Dünger: Kompost, Brennnesseljauche (verdünnt)


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein

Ist ein Spalier notwendig: Nein


Krautzuordnung: Gemüse (Salat)

Mit Heilwirkung: Nein

Wirkstoffe:

Vitamine (A, C, K), Mineralstoffe (Eisen, Kalium), Ballaststoffe

Anwendungsbereiche:

Ernährung (roh, gedünstet), Verdauungsförderung

Verabreichung: Essen (frisch)


Essbar: Ja

Welche essbaren Teile: Blätter (Kopf)

Giftig: Nein

Welche giftigen Teile: Keine bekannt

Verwechslungsgefahr mit:

-      Lactuca-Arten wie Lactuca serriola (wilder Lattich), jedoch weniger bitter


Verwendung in der Küche:

-      Frische Salate, Sandwiches, Smoothies, als Beilage

Beste Haltbarmachung:

-      Kühl und feucht lagern (z. B. in feuchtem Tuch im Kühlschrank, 3–5 Tage haltbar)

Lagerung der Pflanze:

-      Im Kühlschrank (0–4 °C) in perforierten Plastiktüten oder feuchten Tüchern


Das beste Rezept: Klassischer Caesar-Salat

Die beste Speise:

-      Butterkopfsalat mit Erdbeeren, Ziegenkäse und Balsamico-Dressing

Das beste Getränk:

-      Grüner Smoothie mit Butterkopfsalat, Apfel und Ingwer

Die beste Beilage:

-      Zu gegrilltem Gemüse, Fisch oder als Basis für warme Salate


10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):

Da Lactuca sativa var. butterhead eine Kultursorte ist, gibt es keine klassischen Unterarten. Allerdings existieren verschiedene Sorten, die als "Butterhead"-Typen klassifiziert werden, z. B.:

-      Eisbergsalat – Lactuca sativa var. capitata (knackige Variante, aber nicht klassischer Butterhead)

-      Boston-Salat – Lactuca sativa var. capitata (lockerer Kopf, ähnlich Butterhead)

-      Tom Thumb – Lactuca sativa var. capitata 'Tom Thumb' (kleiner, kompakter Kopf)

-      Buttercrunch – Lactuca sativa var. butterhead 'Buttercrunch'

-      Divina – Lactuca sativa var. butterhead 'Divina'

-      Rougette de Montpelier – Lactuca sativa var. butterhead 'Rougette de Montpelier'

-      Blonde de Paris – Lactuca sativa var. butterhead 'Blonde de Paris'

-      Limburgse Vroege – Lactuca sativa var. butterhead 'Limburgse Vroege'

-      La Brillante – Lactuca sativa var. butterhead 'La Brillante'

-      Sucrine – Lactuca sativa var. longifolia (lollo-ähnlich, aber oft als Butterhead-Sorte eingestuft)


Drei häufig vorkommende Sorten:

-      Buttercrunch – Lactuca sativa var. butterhead 'Buttercrunch'

-      Divina – Lactuca sativa var. butterhead 'Divina'

-      Blonde de Paris – Lactuca sativa var. butterhead 'Blonde de Paris'


Drei seltenste Sorten:

-      Rougette de Montpelier – Lactuca sativa var. butterhead 'Rougette de Montpelier'

-      La Brillante – Lactuca sativa var. butterhead 'La Brillante'

-      Limburgse Vroege – Lactuca sativa var. butterhead 'Limburgse Vroege'


Drei älteste Sorten:

-      Blonde de Paris – Lactuca sativa var. butterhead 'Blonde de Paris' (seit dem 19. Jahrhundert bekannt)

-      Buttercrunch – Lactuca sativa var. butterhead 'Buttercrunch' (traditionelle Sorte)

-      Sucrine – Lactuca sativa var. longifolia (historisch in Frankreich genutzt)


Guter Nachbar: Radieschen, Karotten, Zwiebeln, Dill, Petersilie

Schlechter Nachbar: Sellerie, Petersilie (kann Schädlinge anziehen)

Beste Mischkulturen:

-      Mit Radieschen (lockern den Boden, markieren Reihen)

-      Mit Karotten (unterirdisch unterschiedliche Wurzeltiefe)

-      Mit Zwiebeln (vertreiben Schädlinge wie Blattläuse)

-      Mit Kräutern wie Dill oder Kerbel (fördern die Aromabildung)


Quellennachweis:

-      [Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)](https://www.ble.de)

-      [ProSpecieRara – Sortenvielfalt](https://www.prospecierara.ch)

-      [Kultursaat e.V. – Gemüsevielfalt](https://www.kultursaat.org)

-      [Saatzucht Oberlimpurg – Salatsorten](https://www.saatzucht-oberlimpurg.de)

-      [Europäische Datenbank für Kulturpflanzen (ECPGR)](https://www.ecpgr.cgiar.org)