Name (Deutsch): Weidenrinde 

Botanischer Name: Weiden (Gattung Salix, da Weidenrinde von verschiedenen Weidenarten stammt) 

Gattung: Salix 

Pflanzenfamilie: Weidengewächse (Salicaceae) 

Name im Volksmund: Salweide, Silberweide, Zitterpappel (je nach Art) 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 30 bis 40 Arten und Unterarten der Gattung Salix in Europa, viele davon liefern Weidenrinde 


Anbauordnung: Waldpflanze, Kulturpflanze (Forst), Wildpflanze 

Kulturart: Gehölz, Waldpflanze 

Klimazone: Gemäßigte Zone 

Erntezeitraum: Spätwinter bis zeitiges Frühjahr (vor dem Blattaustrieb) 

Zehrer Art: Schwach Zehrer bis Mittel Zehrer


Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Rinde nur von gesunden, nicht zu alten Bäumen ernten; nachhaltige Ernte beachten 

Bemerkung: Schnellwüchsige Sträucher oder Bäume, häufig an feuchten Standorten 

Bester Fundort in der Natur: Flussufer, feuchte Wiesen, Auenwälder 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit Erlen, Eschen und anderen Auenpflanzen; fördert Biodiversität   


Blütenbeschreibung: Kätzchen (weibliche und männliche Blüten getrennt), meist gelblich bis grünlich, im Frühjahr vor Blattaustrieb 

Blattbeschreibung: Langgestielt, meist schmal-lanzettlich, oft mit gezähntem Rand, grün bis silbrig behaart 

Stamm-/Stielbeschreibung: Rinde meist grau bis braun, glatt bis rau, oft mit Rillen 

Samenbeschreibung: Kleine Samen mit feinen Haarbüscheln zur Windverbreitung 

Art der Wurzler: Flach- bis tiefwurzelnd, je nach Art und Standort 


Geruch der Pflanze: Leicht herb, holzig 

Geschmack der Pflanze: Bitter, adstringierend 

Lebenszeitspanne: Mehrjährig, langlebig (bis mehrere Jahrzehnte) 

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Fördert Nützlinge, keine speziellen Schädlingsbekämpfungen nötig 


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 2 bis 3 Wochen 

Keimtemperatur: 15 bis 20 °C 

Keimvorbereitung: Frische Samen, keine spezielle Vorbereitung nötig 

Keimfähigkeit in Jahren: Kurzlebig, meist nur wenige Wochen bis Monate keimfähig 


Aussaatzeitraum: Frühjahr (März bis April) 

Aussaat Tiefe: Sehr flach, Samen nur leicht bedecken 

Abstand in der Reihe: 30 bis 50 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 50 bis 70 cm 

Samen pro Pflanzloch: 3 bis 5 


Bevorzugte Beet Art: Feuchter Boden, Auenstandorte 

Idealer Boden: Feucht bis nass, nährstoffreich, humos 

pH-Wert des Bodens: 5,5 bis 7,5 (leicht sauer bis neutral) 

Gießverhalten: Feuchtigkeitsliebend, keine Trockenheit 

Sonnenbedarf: Sonne bis Halbschatten 

Düngereinsatz: Gering bis mittel 

Empfohlener Dünger: Kompost, organischer Dünger 


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein


Krautzuordnung: Waldpflanze, Heilpflanze (Rinde) 

Mit Heilwirkung: Ja 

Wirkstoffe: Salicin, Flavonoide, Gerbstoffe, Tannine 

Anwendungsbereiche: Schmerzstillung, Fiebersenkung, Entzündungshemmung, rheumatische Beschwerden 

Verabreichung: Tee, Extrakte, Umschläge, Tinkturen 


Essbar: Nein 

Welche e-Teile: Rinde 

Giftig: Nein 

Welche g-Teile: Keine giftigen Teile bekannt 

Verwechslungsgefahr mit: Andere Salix-Arten, jedoch kaum problematisch 


Verwendung in der Küche: Nicht üblich 

Beste Haltbarmachung: Getrocknete Rinde, dunkel und trocken lagern 

Lagerung der Pflanze: Getrocknet, luftdicht und lichtgeschützt 

Das beste Rezept: Weidenrindentee bei Schmerzen und Entzündungen 

Die beste Speise: Nicht relevant 

Das beste Getränk: Weidenrindentee 

Die beste Beilage: Nicht relevant 


10 Unterarten/Arten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

1. Salweide – Salix alba 

2. Silberweide – Salix alba var. sericea 

3. Zitterpappel – Salix fragilis 

4. Korbweide – Salix viminalis 

5. Bruchweide – Salix × rubens 

6. Purpurweide – Salix purpurea 

7. Grauweide – Salix cinerea 

8. Trauerweide – Salix babylonica 

9. Schmalblättrige Weide – Salix triandra 

10. Berg-Weide – Salix helvetica 


Drei häufig vorkommende Arten davon: 

-      Salix alba (Salweide) 

-      Salix fragilis (Zitterpappel) 

-      Salix viminalis (Korbweide) 


Drei seltenst vorkommende Arten davon: 

- Salix helvetica (Berg-Weide) 

- Salix reticulata (Netz-Weide) 

- Salix lapponum (Lappland-Weide) 


Guter Nachbar: Erle, Esche, Weidenröschen (fördern Biodiversität und Bodenfeuchtigkeit)  

Schlechter Nachbar: Starkzehrende Pflanzen, die Konkurrenz um Wasser und Nährstoffe erzeugen 

Beste Mischkulturen: Auenpflanzen-Gemeinschaften mit Erlen, Eschen und Sumpfpflanzen 


Quellennachweis: 

-      Wikipedia: Salix 

-      NABU: Weiden 

-      Heilpflanzen-Welt.de 

-      pflanzen-der-welt.de 

-      krautundrueben.de