Der Acker-Krummhals ist eine seltene, einjährige Kletterpflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler. Sie zeichnet sich durch ihre gelben, schotenförmigen Hülsen und den charakteristischen, gebogenen Stängel aus. Die Pflanze bevorzugt warme, trockene Standorte und ist in Mitteleuropa nur vereinzelt anzutreffen.
Name (Deutsch): Acker-Krummhals
Botanischer Name: Lathyrus aphaca
Gattung: Lathyrus
Pflanzenfamilie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Name im Volksmund: Krummhals, Gelber Wickenhals
Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Keine offiziell anerkannten Unterarten
Anbauordnung: Wildpflanze
Kulturart: Wiesenpflanze / Wildkraut
Klimazone: Gemäßigte bis mediterrane Zone
Erntezeitraum: Juni bis August
Zehrer Art: Schwach Zehrer
Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Selten und geschützt, nicht zum Sammeln in der Natur geeignet
Bemerkung: Kletterpflanze mit auffälligen gelben Hülsen, wächst meist auf trockenen, kalkhaltigen Böden
Bester Fundort in der Natur: Trockenrasen, Ruderalflächen, kalkhaltige Böden
Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit anderen Trockenheitsliebenden Pflanzen
Blütenbeschreibung: Kleine, gelbe, schmetterlingsförmige Blüten, meist einzeln oder paarweise
Blattbeschreibung: Blätter meist reduziert, oft nur mit einem dornigen Rankenfortsatz
Stamm-/Stielbeschreibung: Kletternder, gebogener, meist unverzweigter Stängel
Samenbeschreibung: Schotenförmige Hülsen mit mehreren Samen, braun bis schwarz
Art der Wurzler: Flachwurzelnd
Geruch der Pflanze: Schwach, kaum wahrnehmbar
Geschmack der Pflanze: Nicht bekannt, keine Nutzung als Nahrungsmittel
Lebenszeitspanne: Einjährig
Ökologische Schädlingsbekämpfung: Keine spezifische Nutzung bekannt
Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: 7–14 Tage
Keimtemperatur: 15–20 °C
Keimvorbereitung: Samen vor der Aussaat quellen lassen empfohlen
Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre
Aussaatzeitraum: Frühling (März bis April)
Aussaat Tiefe: 2–3 cm
Abstand in der Reihe: 20–30 cm
Abstand zur nächsten Pflanze: 30–40 cm
Samen pro Pflanzloch: 1–2
Bevorzugte Beet Art: Trockenbeet, Steingarten, naturnaher Garten
Idealer Boden: Trocken, kalkhaltig, gut durchlässig
pH-Wert des Bodens: 7,0–8,0
Gießverhalten: Trocken bis mäßig feucht
Sonnenbedarf: Vollsonnig
Düngereinsatz: Gering, da Schwach Zehrer
Empfohlener Dünger: Kompost oder organischer Dünger in kleinen Mengen
Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Ja, da kletternd
Ist ein Spalier notwendig: Empfehlenswert
Krautzuordnung: Wildkraut, Wiesenpflanze
Mit Heilwirkung: Nein
Wirkstoffe: Nicht bekannt
Anwendungsbereiche: Keine bekannte medizinische Nutzung
Verabreichung: Nicht relevant
Essbar: Nein
Welche essbaren Teile: Keine
Giftig: Nein
Welche giftigen Teile: Keine bekannt
Verwechslungsgefahr mit: Andere gelb blühende Hülsenfrüchtler, z.B. Lathyrus pratensis
Verwendung in der Küche: Keine
Beste Haltbarmachung: Nicht relevant
Lagerung der Pflanze: Nicht relevant
Das beste Rezept: Nicht anwendbar
Die beste Speise: Nicht anwendbar
Das beste Getränk: Nicht anwendbar
Die beste Beilage: Nicht anwendbar
10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):
· Keine offiziell anerkannten Unterarten von Lathyrus aphaca in Europa
Drei häufig vorkommende Unterarten:
· Nicht zutreffend
Drei selten vorkommende Unterarten:
· Nicht zutreffend
Guter Nachbar: Trockenheitsliebende Kräuter und Gräser
Schlechter Nachbar: Starkzehrende oder schattenwerfende Pflanzen
Beste Mischkulturen: Trockenrasenmischungen, naturnahe Pflanzungen
Quellennachweis:
- Floraweb (Bayerisches Landesamt für Umwelt)
- BiolFlor – Datenbank zur biologisch-ökologischen Charakterisierung der Gefäßpflanzen Deutschlands
- Flora Europaea
- Diverse botanische Fachliteratur