Der Finnische Zwerg-Sanddorn Duo ist eine speziell gezüchtete, kompakte Sanddorn-Sorte, die sich durch ihre Robustheit und wertvollen Früchte auszeichnet und ideal für kleinere Gärten und nachhaltigen Anbau ist.
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Name (Deutsch): Finnischer Zwerg-Sanddorn Duo
Botanischer Name: Hippophae rhamnoides (Sorten-Duo)
Gattung: Hippophae
Pflanzenfamilie: Ölweidengewächse (Elaeagnaceae)
Name im Volksmund: Sanddorn, Meersanddorn
Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 2-3 Unterarten, jedoch viele Sorten und Hybriden (Sorten-Duo ist Zuchtsorte)
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Anbauordnung: Kulturpflanze, Zierpflanze
Kulturart: Obstgehölz / Wildgehölz
Klimazone: Gemäßigte bis boreale Zone (kaltresistent)
Erntezeitraum: September bis November
Zehrer Art: Schwach- bis Mittel Zehrer
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Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Zwitterpflanze, benötigt meist männliche und weibliche Pflanzen für Fruchtbildung; Duo-Sorten enthalten beide Geschlechter
Bemerkung: Kompakte Wuchsform, ideal für kleine Gärten und Balkone; sehr vitaminreiche Früchte
Bester Fundort in der Natur: Küstenregionen, Sanddünen, trockene, sonnige Standorte
Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit Gräsern und Kräutern; verbessert Bodenqualität durch Stickstofffixierung
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Blütenbeschreibung: Kleine, unscheinbare, gelblich-grüne Blüten, getrenntgeschlechtlich (männlich/weiblich)
Blattbeschreibung: Schmale, längliche, silbrig-grüne Blätter mit filzigem Unterseite
Stamm-/Stielbeschreibung: Verzweigte, dornige Zweige, kompakt wachsend
Samenbeschreibung: Kleine, harte Samen in orangen bis gelben Beeren
Art der Wurzler: Tiefwurzelnd, stark verzweigt, mit Knöllchenbakterien
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Geruch der Pflanze: Leicht harzig, frisch
Geschmack der Pflanze: Frucht süß-säuerlich, herb
Lebenszeitspanne: Mehrjährig, langlebig (bis 30 Jahre und mehr)
Ökologische Schädlingsbekämpfung: Natürliche Resistenz gegen viele Schädlinge; fördert Nützlinge
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Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: Ca. 21-30 Tage
Keimtemperatur: 15–20 °C
Keimvorbereitung: Kaltstratifizierung empfohlen (4-6 Wochen bei 2–5 °C)
Keimfähigkeit in Jahren: Ca. 3-5 Jahre
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Aussaatzeitraum: Herbst (September bis November) nach Kaltstratifizierung oder Frühjahr (März bis April)
Aussaat Tiefe: Flach, ca. 0,5 cm
Abstand in der Reihe: 50-70 cm
Abstand zur nächsten Pflanze: 70-100 cm
Samen pro Pflanzloch: 1-2
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Bevorzugte Beet Art: Obstgarten, Wildgehölz, naturnaher Garten
Idealer Boden: Sandig, durchlässig, nährstoffarm bis mäßig humos
pH-Wert des Bodens: 5,5–7,5
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Gießverhalten: Trockenheitsverträglich, mäßig gießen, keine Staunässe
Sonnenbedarf: Vollsonnig
Düngereinsatz: Gering, organisch bevorzugt
Empfohlener Dünger: Kompost, organischer Langzeitdünger
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Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein
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Krautzuordnung: Obstgehölz, Wildgehölz, Gartenpflanze
Mit Heilwirkung: Ja
Wirkstoffe: Vitamin C, Vitamin E, Flavonoide, Carotinoide, Omega-Fettsäuren
Anwendungsbereiche: Immunsystemstärkung, Hautpflege, Entzündungshemmung
Verabreichung: Essen (Früchte), Tinkturen, Säfte, Cremes
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Essbar: Ja
Welche essbaren Teile: Früchte (Beeren)
Giftig: Nein
Welche giftigen Teile: Keine bekannt
Verwechslungsgefahr mit: Andere Sanddornarten, jedoch meist eindeutig durch Fruchtfarbe und Wuchsform unterscheidbar
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Verwendung in der Küche: Frisch, getrocknet, als Saft, Marmelade, Öl, Smoothies
Beste Haltbarmachung: Tiefkühlung, Trocknung, Einmachen
Lagerung der Pflanze: Kühl, dunkel, luftdicht (Früchte)
Das beste Rezept: Sanddorn-Saft mit Honig
Die beste Speise: Sanddorn-Marmelade
Das beste Getränk: Frischer Sanddorn-Saft
Die beste Beilage: Zu Wildgerichten und Fisch
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10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):
1. Sanddorn – Hippophae rhamnoides subsp. rhamnoides
2. Hippophae rhamnoides subsp. fluviatilis
3. Hippophae rhamnoides subsp. carpatica
4. Hippophae rhamnoides subsp. sinensis
5. Hippophae rhamnoides subsp. turkestanica
6. Hippophae rhamnoides subsp. mongolica
7. Hippophae rhamnoides subsp. yunnanensis
8. Hippophae rhamnoides subsp. gyantsensis
9. Hippophae rhamnoides subsp. tibetana
10. Hippophae rhamnoides subsp. turfanensis
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Drei häufig vorkommende Unterarten:
- Hippophae rhamnoides subsp. rhamnoides
- Hippophae rhamnoides subsp. fluviatilis
- Hippophae rhamnoides subsp. carpatica
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Drei seltene Unterarten:
- Hippophae rhamnoides subsp. gyantsensis
- Hippophae rhamnoides subsp. tibetana
- Hippophae rhamnoides subsp. turfanensis
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Guter Nachbar: Kräuter wie Thymian, Salbei, Lavendel (fördern Biodiversität und Bodenqualität)
Schlechter Nachbar: Starkzehrende Pflanzen, die Schatten werfen
Beste Mischkulturen: Kräuter, Gräser und andere trockenheitsverträgliche Pflanzen
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Quellennachweis:
- Flora Europaea, Band 5
- P. Schmeil, A. Fitschen: Flora von Deutschland
- Bundesamt für Naturschutz (BfN) – Artensteckbrief Hippophae rhamnoides
- Diverse botanische Fachbücher und Gartenratgeber