Birne (Pyrus communis)
Birne sind der Spätsommertraum schlechthin unter den heimischen Obstbäumen. Birnen im Garten - das bedeutet genießen mit allen Sinnen. Süß, saftig, golden und üppig hängen sie ab Sommer von den Zweigen und fest und grün lassen sich im späten Herbst die Winterbirnen ernten und bis Ende Januar lagern. Eingekocht sind sie das ganze Jahr über für dich da. Die Schale ist je nach Sorte glatt und prall oder fest und rau.
Ergänze deinen Naschgarten um leckere Birnen! Kleinwüchsige Bäume ermöglichen den Anbau ganz leicht in Gärten jeder Größe.
Die Birne ist ein beliebter, vielseitig nutzbarer Obstbaum, der in Europa seit Jahrhunderten kultiviert wird. Sie liefert schmackhafte Früchte, die frisch, gekocht oder getrocknet genossen werden können.
Die heutigen Kulturformen der Birne (Pyrus communis) sind aus Kreuzungen verschiedener westasiatischer und europäischer Wildbirnen entstanden. Auch die heimische Holz-Birne (Pyrus pyraster) findet sich darin wieder. Die Geschichte der Kultur-Birnen lässt sich allerdings nur noch ansatzweise rekonstruieren, denn das Kernobst war im Mittelmeerraum schon zu Homers Zeiten sehr verbreitet.
Name (Deutsch): Birne
Botanischer Name: Pyrus communis
Gattung: Pyrus
Pflanzenfamilie: Rosengewächse (Rosaceae)
Name im Volksmund: Birne, Kultur-Birne
Wieviele Unterarten in Europa:
- Ca. 3 Unterarten bzw. Wildformen, viele Kulturformen und Sorten
Anbauordnung: Kulturpflanze (Obstbaum)
Kulturart: Obstgehölz
Klimazone: Gemäßigte Zone
Erntezeitraum: August bis Oktober (je nach Sorte)
Zehrer Art: Mittel Zehrer
Wichtiger Hinweis zur Pflanze:
- Winterhart, benötigt gut durchlässigen Boden und sonnigen Standort; regelmäßiger Schnitt fördert Ertrag
Bemerkung:
- Langsam wachsend, langlebig, häufig veredelt
Bester Fundort in der Natur:
- Kultiviert, Ursprung in Europa und Westasien
Beipflanzung und ihre Auswirkung:
- Verträgt sich gut mit Kräutern und Gemüse, fördert Biodiversität
Blütenbeschreibung:
- Weiße bis rosafarbene, fünfzählige Blüten in Dolden
Blattbeschreibung: Oval, grün, leicht gezähnt
Stamm-/Stielbeschreibung: Holziger Stamm, verzweigte Äste
Samenbeschreibung: Kleine, braune Samen in Kerngehäuse
Art der Wurzler: Tiefwurzelnd
Geruch der Pflanze: Frisch, blumig
Geschmack der Pflanze: Süßlich, saftig
Lebenszeitspanne: Mehrjährig, langlebig (bis zu 50 Jahre und mehr)
Ökologische Schädlingsbekämpfung:
- Förderung von Nützlingen, Fruchtwechsel, biologische Methoden empfohlen
Keimer Art: Dunkelkeimer
Keimdauer: 30–90 Tage (Stratifizierung notwendig)
Keimtemperatur: 5–15 °C
Keimvorbereitung: Kaltstratifizierung (3 Monate) empfohlen
Keimfähigkeit in Jahren: 2–4 Jahre
Aussaatzeitraum: Herbst oder Frühjahr (nach Stratifizierung)
Aussaat Tiefe: 1–2 cm
Abstand in der Reihe: 300–500 cm
Abstand zur nächsten Pflanze: 300–500 cm
Samen pro Pflanzloch: 1
Bevorzugte Beet Art: Obstgarten, Einzelstandort
Idealer Boden: Tiefgründig, humos, gut durchlässig
pH-Wert des Bodens: 6,0–7,0
Gießverhalten: Mäßig, Staunässe vermeiden
Sonnenbedarf: Vollsonnig
Düngereinsatz: Regelmäßig, organisch und mineralisch
Empfohlener Dünger: Kompost, Hornspäne, Obstbaumdünger
Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein (außer bei Spalierformen)
Krautzuordnung: Obstgehölz
Mit Heilwirkung: Ja (traditionell)
Wirkstoffe: Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe, Polyphenole
Anwendungsbereiche: Ernährung, Verdauung, Hautpflege (Kernöl)
Verabreichung: Essen, Tinkturen, Öle
Essbar: Ja
Welche essbaren Teile: Frucht
Giftig: Nein
Welche giftigen Teile:
- Kerne enthalten geringe Mengen Blausäure, nicht zum Verzehr empfohlen
Verwechslungsgefahr mit:
- Andere Kernobstarten (Apfel), selten Verwechslung mit giftigen Pflanzen
Verwendung in der Küche:
- Frisch, gekocht, gebacken, als Saft, Kompott, Marmelade
Beste Haltbarmachung: Kühl lagern, einkochen, trocknen
Lagerung der Pflanze: Kühl, dunkel, feucht
Das beste Rezept: Birnenkompott
Die beste Speise: Gebackene Birne mit Honig und Nüssen
Das beste Getränk: Birnensaft
Die beste Beilage: Käse, Wildgerichte
10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):
- Kultur-Birne – Pyrus communis subsp. communis
- Wildbirne – Pyrus communis subsp. pyraster
- Pyraster-Birne – Pyrus pyraster
- Holzbirne – Pyrus pyraster var. sylvestris
- Pyrus nivalis (Schneebirne)
- Pyrus elaeagnifolia
- Pyrus caucasica
- Pyrus cordata (Herzblattbirne)
- Pyrus amygdaliformis
- Pyrus syriaca
Drei häufig vorkommende Unterarten:
- Pyrus communis subsp. communis
- Pyrus communis subsp. pyraster
- Pyrus pyraster
Drei seltene Unterarten:
- Pyrus cordata
- Pyrus amygdaliformis
- Pyrus syriaca
Guter Nachbar: Kräuter wie Lavendel, Thymian, Ringelblumen
Schlechter Nachbar: Starkzehrende Pflanzen, die Nährstoffe entziehen
Beste Mischkulturen:
- Kräuter, Bodendecker, Gemüse mit ähnlichen Ansprüchen
Quellennachweis:
- Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Birne
- Mein schöner Garten: https://www.mein-schoener-garten.de/pflanzen/birne
- Gartenjournal: https://www.gartenjournal.net/birne-pflegen
- Obstbau.de: https://www.obstbau.de/birne/