Früher wurde Lavendel nur als reine Duft- und Heilpflanze angebaut. Er hat eine beruhigende und angstlösende Wirkung. Seit einigen Jahren hat er auch Einzug in die Küche gehalten. Zahlreiche Rezepte beinhalten Lavendel in süßen wie auch deftigen Speisen, z.B. in Marmeladen oder Lavendel-Kräuterbutter. 

 

Neben den dekorativen Blüten eignen sich die jungen Blätter in getrockneter oder frischer Form zum Kochen. Der Geschmack ist blumig und leicht bitter. Wir bauen den Typ Provence-Lavendel an. Lavandin ist eine robuste, aromatische Pflanze, die mit ihrem intensiven Duft und vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten Garten, Küche und Naturheilkunde bereichert. 🌿💜

 

Der Lavendel (Lavandula x intermedia) ist eine beliebte, duftende Pflanze, die oft in Gärten und der Aromatherapie Verwendung findet.

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Name (Deutsch): Lavendel (Lavandin) 

Botanischer Name: Lavandula x intermedia 

Gattung: Lavandula 

Pflanzenfamilie: Lippenblütler (Lamiaceae) 

Name im Volksmund: Lavandin, Hybridlavendel, französischer Lavendel 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Lavandula x intermedia ist eine Hybride, keine Unterarten, aber viele Sorten 

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Anbauordnung: Kulturpflanze, Zierpflanze 

Kulturart: Kräuter / Gehölz 

Klimazone: Mediterrane bis gemäßigte Zone 

Erntezeitraum: Juli bis August 

Zehrer Art: Schwach Zehrer 

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Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Verträgt keine Staunässe, benötigt gut durchlässigen Boden und viel Sonne; regelmäßiger Rückschnitt fördert buschigen Wuchs und Blühfreude 

Bemerkung: Lavandin ist eine Kreuzung zwischen Lavandula angustifolia und Lavandula latifolia, meist größer und ertragreicher als Echter Lavendel 

Bester Fundort in der Natur: Kultiviert, Ursprung im Mittelmeerraum 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit Rosmarin, Thymian, Salbei; fördert Schädlingsabwehr durch ätherische Öle 

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Blütenbeschreibung: Dichte, violett bis bläuliche Blütenähren, intensiv duftend 

Blattbeschreibung: Schmale, graugrüne, aromatische Blätter 

Stamm-/Stielbeschreibung: Holzige, verzweigte Stängel, bis 1 m hoch 

Samenbeschreibung: Kleine, braune Samen in vierteiligen Klausenfrüchten 

Art der Wurzler: Flachwurzelnd 

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Geruch der Pflanze: Intensiv aromatisch, krautig bis süßlich 

Geschmack der Pflanze: Herb, aromatisch 

Lebenszeitspanne: Mehrjährig, verholzender Halbstrauch 

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Fördert Nützlinge, wirkt abschreckend auf Blattläuse, Mücken und andere Insekten 

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Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 14-28 Tage 

Keimtemperatur: 20-25 °C optimal 

Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig, frisches Saatgut verwenden 

Keimfähigkeit in Jahren: 1-2 Jahre 

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Aussaatzeitraum: Frühling (März bis Mai) 

Aussaat Tiefe: 0,5 cm 

Abstand in der Reihe: 30-40 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 40-50 cm 

Samen pro Pflanzloch: 1-2 

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Bevorzugte Beet Art: Kräuterbeet, Steingarten, Freiland 

Idealer Boden: Locker, sandig, gut durchlässig 

pH-Wert des Bodens: 6,5–7,5 

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Gießverhalten: Trockenheitsverträglich, mäßig gießen 

Sonnenbedarf: Vollsonnig 

Düngereinsatz: Gering, organisch bevorzugt 

Empfohlener Dünger: Kompost, Kräuterdünger 

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Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein 

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Krautzuordnung: Würzkraut / Heilpflanze / Gartenpflanze 

Mit Heilwirkung: Ja 

Wirkstoffe: Ätherische Öle (Linalool, Linalylacetat), Flavonoide, Gerbstoffe 

Anwendungsbereiche: Beruhigend, entzündungshemmend, antiseptisch, entspannend 

Verabreichung: Trinken (Tee), cremen, inhalieren, Tinkturen 

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Essbar: Ja  

Welche essbaren Teile: Blüten (in kleinen Mengen) 

Giftig: Nein  

Welche giftigen Teile: Keine bekannt 

Verwechslungsgefahr mit: Anderen Lippenblütlern, z.B. Salbei, aber gering 

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Verwendung in der Küche: Aromatisierung von Desserts, Backwaren, Getränken 

Beste Haltbarmachung: Trocknen, luftdicht lagern 

Lagerung der Pflanze: Trocken, dunkel, luftdicht 

Das beste Rezept: Lavendelzucker, Lavendeltee 

Die beste Speise: Lavendelkekse 

Das beste Getränk: Lavendeltee 

Die beste Beilage: Zu Süßspeisen und Obstsalaten 

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10 Unterarten/Sorten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

Lavandula x intermedia selbst hat keine Unterarten, aber viele Sorten, z.B.: 

1.   Lavandula x intermedia 'Grosso' 

2.   Lavandula x intermedia 'Provence' 

3.   Lavandula x intermedia 'Phenomenal' 

4.   Lavandula x intermedia 'Super' 

5.   Lavandula x intermedia 'Dutch' 

6.   Lavandula x intermedia 'Imperial Gem' 

7.   Lavandula x intermedia 'Fred Boutin' 

8.   Lavandula x intermedia 'Seal' 

9.   Lavandula x intermedia 'Hidecote Giant' 

10.        Lavandula x intermedia 'Silver Frost' 

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Drei häufig vorkommende Sorten: 

-      'Grosso' 

-      'Provence' 

-      'Phenomenal' 

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Drei seltene Sorten: 

-      'Imperial Gem' 

-      'Seal' 

-      'Silver Frost' 

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Guter Nachbar: Rosmarin, Thymian, Salbei, Katzenminze 

Schlechter Nachbar: Starkzehrende Pflanzen, die Schatten werfen 

Beste Mischkulturen: Mediterrane Kräuterbeete mit gut durchlässigem Boden 

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Quellennachweis: 

-      Flora Europaea 

-      Deutsche Gesellschaft für Gartenbauwissenschaft 

-      Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) 

-      Fachliteratur Kräuteranbau 

-      Saatgutkataloge und Sortenbeschreibungen