Name (Deutsch): Klee
Botanischer Name: Trifolium
Gattung: Trifolium
Pflanzenfamilie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Name im Volksmund: Weißklee, Rotklee, Wiesenklee, Hornklee (je nach Art)
Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 30–40 Arten und Unterarten
Anbauordnung: Kulturpflanze, Wildpflanze, Wiesenpflanze
Kulturart: Wiesenpflanze, Futterpflanze, Heilpflanze, Wildkraut
Klimazone: Gemäßigte Zone
Erntezeitraum: Mai bis September (je nach Art und Nutzung)
Zehrer Art: Mittel Zehrer
Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Klee ist stickstoffbindend, verbessert Bodenfruchtbarkeit und dient als Gründüngung
Bemerkung: Wichtig für Bienen und andere Bestäuber, vielseitig nutzbar als Futter, Heilpflanze und Wildgemüse
Bester Fundort in der Natur: Wiesen, Weiden, Straßenränder, lichte Wälder
Beipflanzung und ihre Auswirkung: Fördert Nachbarpflanzen durch Stickstoffanreicherung, gute Mischkulturpartner sind Gräser und Gemüsepflanzen
Blütenbeschreibung: Kugelige oder längliche Blütenköpfe, je nach Art weiß, rosa, rot oder gelblich
Blattbeschreibung: Drei (selten mehr) gefiederte Blättchen, oft mit charakteristischer Zeichnung (z.B. Weißfleck)
Stamm-/Stielbeschreibung: Aufrechte oder kriechende Stängel, meist behaart
Samenbeschreibung: Kleine, ovale Hülsenfrüchte mit einigen Samen
Art der Wurzler: Tiefwurzelnd mit Knöllchenbakterien zur Stickstofffixierung
Geruch der Pflanze: Mild, leicht süßlich bis grasig
Geschmack der Pflanze: Mild, nussig, leicht süßlich
Lebenszeitspanne: Einjährig bis mehrjährig, je nach Art
Ökologische Schädlingsbekämpfung: Fördert Nützlinge, keine bedeutenden Schädlinge, natürliche Bodenverbesserung
Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: 7–21 Tage
Keimtemperatur: 15–25 °C
Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig; bei älteren Samen Quellung empfohlen
Keimfähigkeit in Jahren: 2–5 Jahre
Aussaatzeitraum: Frühling bis Sommer
Aussaat Tiefe: 1–2 cm
Abstand in der Reihe: 10–20 cm
Abstand zur nächsten Pflanze: 20–30 cm
Samen pro Pflanzloch: 1–2
Bevorzugte Beet Art: Wiesen, Kräuterbeete, Gründüngungsflächen
Idealer Boden: Locker, nährstoffreich bis mäßig, gut durchlässig
pH-Wert des Bodens: 5,5–7,5
Gießverhalten: Mäßig feucht, keine Staunässe
Sonnenbedarf: Vollsonnig bis halbschattig
Düngereinsatz: Gering bis mittel, oft überflüssig wegen Stickstofffixierung
Empfohlener Dünger: Kompost, organischer Dünger bei Bedarf
Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein
Krautzuordnung: Wildkraut, Heilpflanze, Futterpflanze, Gründüngung
Mit Heilwirkung: Ja
Wirkstoffe: Flavonoide, Isoflavone, ätherische Öle, Saponine, Gerbstoffe
Anwendungsbereiche: Entzündungshemmend, blutreinigend, krampflösend, bei Husten und Hauterkrankungen
Verabreichung: Tee, Tinkturen, Salben, frischer Verzehr
Essbar: Ja
Welche e-Teile: Blätter, Blüten
Giftig: Nein
Welche g-Teile: Keine giftigen Teile bekannt
Verwechslungsgefahr mit: Andere Hülsenfrüchtler, z.B. Luzerne (Medicago), die aber andere Blattformen haben
Verwendung in der Küche: Salate, Suppen, Wildgemüse, Kräuterquark
Beste Haltbarmachung: Luftgetrocknet oder frisch verwenden
Lagerung der Pflanze: Kühl, feucht, kurzzeitig lagerfähig
Das beste Rezept: Klee-Blüten-Sirup oder Wildkräutersalat mit Klee
Die beste Speise: Frischer Wildkräutersalat mit Klee und anderen Wildkräutern
Das beste Getränk: Klee-Tee (aus Blättern und Blüten)
Die beste Beilage: Passt zu leichten Sommergerichten und Salaten
10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):
-
- 1. Weißklee – Trifolium repens
- 2. Rotklee – Trifolium pratense
- 3. Wiesenklee – Trifolium medium
- 4. Hornklee – Trifolium campestre
- 5. Esparsette – Trifolium fragiferum
- 6. Klee-Glockenblume – Trifolium hybridum
- 7. Hopfenklee – Trifolium aureum
- 8. Zottiger Klee – Trifolium tomentosum
- 9. Veilchen-Klee – Trifolium violaceum
- 10. Alpen-Klee – Trifolium alpinum
Drei häufig vorkommende Unterarten:
- - Weißklee (Trifolium repens)
- - Rotklee (Trifolium pratense)
- - Wiesenklee (Trifolium medium)
Drei selten vorkommende Unterarten:
- - Zottiger Klee (Trifolium tomentosum)
- - Veilchen-Klee (Trifolium violaceum)
- - Alpen-Klee (Trifolium alpinum)
Guter Nachbar: Gräser, Getreide, Gemüsepflanzen (fördern Bodenfruchtbarkeit)
Schlechter Nachbar: Starkzehrende Pflanzen, die Konkurrenz erzeugen
Beste Mischkulturen: Klee mit Getreide, Mais, Gemüsearten wie Kohl und Gurken
Quellennachweis:
- Botanische Fachliteratur, Landwirtschaftliche Pflanzenführer, Heilpflanzenlexika, europäische Flora-Datenbanken