Brennnessel (Urtica dioica)

Die Brennnessel ist eine wildwachsende Pflanze mit großer ökologischer und kulinarischer Bedeutung.

Die Brennnessel ist eine vielseitige Wildpflanze mit heilenden, kulinarischen und ökologischen Eigenschaften, die in Europa weit verbreitet ist.


Name (Deutsch): Brennnessel 

Botanischer Name: Urtica dioica 

Gattung: Urtica 

Pflanzenfamilie: Brennnesselgewächse (Urticaceae) 

Name im Volksmund:

  • Große Brennnessel, Stachelige Brennnessel, Nesselkraut 

Wieviele Unterarten in Europa: Ca. 3–5 Unterarten, je nach Quelle


Anbauordnung: Wildpflanze, Kulturpflanze (Kräuter) 

Kulturart: Wildkraut, Küchen- und Heilkräuter 

Klimazone: Gemäßigte Zone 

Erntezeitraum: März bis Oktober (junge Triebe) 

Zehrer Art: Starkzehrer


Wichtiger Hinweis zur Pflanze:

-      Brennhaare können Hautreizungen verursachen; Handschuhe beim Ernten empfohlen 

Bemerkung: Mehrjährige, ausdauernde Pflanze mit tiefem Wurzelsystem 

Bester Fundort in der Natur:

-      Nährstoffreiche, feuchte Böden an Waldrändern, Wiesen, Wegrändern 

Beipflanzung und ihre Auswirkung:

-      Fördert das Wachstum von Starkzehrern, z.B. Tomaten, Kohl; verbessert Bodenqualität


Blütenbeschreibung:

-      Kleine, grünliche, unscheinbare Blüten in hängenden Rispen 

Blattbeschreibung:

-      Herz- bis lanzettförmig, gezähnt, grün, mit Brennhaaren besetzt 

Stamm-/Stielbeschreibung:

-      Aufrechter, vierkantiger Stängel mit Brennhaaren 

Samenbeschreibung: Kleine, braune Samen in kleinen Kapseln 

Art der Wurzler: Tiefwurzelnd


Geruch der Pflanze: Schwach, frisch-grün 

Geschmack der Pflanze: Würzig, leicht herb 

Lebenszeitspanne: Mehrjährig 

Ökologische Schädlingsbekämpfung:

-      Fördert Nützlinge wie Marienkäfer; Brennnesseljauche als biologisches Pestizid


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 10–20 Tage 

Keimtemperatur: 15–20 °C 

Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig 

Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre


Aussaatzeitraum: Frühling (März bis Mai) 

Aussaat Tiefe: Flach, ca. 0,5 cm 

Abstand in der Reihe: 30–40 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 40–50 cm 

Samen pro Pflanzloch: 1–2


Bevorzugte Beet Art: Kräuterbeet, Wildkrautbeet 

Idealer Boden: Nährstoffreich, feucht, humos 

pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5 


Gießverhalten: Gleichmäßig feucht halten 

Sonnenbedarf: Halbschattig bis sonnig 

Düngereinsatz: Meist nicht nötig, da Starkzehrer 

Empfohlener Dünger: Kompost, organischer Dünger


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein


Krautzuordnung: Wildkraut, Heil- und Küchenkräuter, Wiesenpflanze 

Mit Heilwirkung: Ja 

Wirkstoffe:

-      Histamin, Acetylcholin, Serotonin, Flavonoide, Kieselsäure, Vitamine (A, C, K) 

Anwendungsbereiche:

-      Entzündungshemmend, blutreinigend, harntreibend, bei Rheuma, Hautproblemen 

Verabreichung: Trinken (Tee), Essen, Umschläge, Tinkturen


Essbar: Ja 

Welche essbaren Teile:

-      Junge Blätter und Triebe (gekocht oder blanchiert) 

Giftig: Nein 

Welche giftigen Teile: Keine bekannt 

Verwechslungsgefahr mit:

-      Ähnliche Blätter ohne Brennhaare (z.B. Taubnessel)


Verwendung in der Küche:

-      Suppen, Pestos, Smoothies, Gemüsebeilagen 

Beste Haltbarmachung: Einfrieren, Trocknen 

Lagerung der Pflanze: Kühl und dunkel, frisch oder getrocknet 


Das beste Rezept: Brennnesselsuppe 

Die beste Speise: Brennnesselgemüse mit Kartoffeln 

Das beste Getränk: Brennnesseltee 

Die beste Beilage: Frische Kräuter oder Kartoffeln


10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

-      Große Brennnessel – Urtica dioica subsp. dioica 

-      Kletten-Brennnessel – Urtica dioica subsp. galeopsifolia 

-      Zottige Brennnessel – Urtica dioica subsp. holosericea 

-      Steife Brennnessel – Urtica urens 

-      Kleine Brennnessel – Urtica pilulifera 

-      Glatte Brennnessel – Urtica dioica subsp. sondenii 

-      Scharfe Brennnessel – Urtica urentissima 

-      Nordische Brennnessel – Urtica dioica subsp. nordica 

-      Alpen-Brennnessel – Urtica dioica subsp. alpina 

-      Mediterrane Brennnessel – Urtica dioica subsp. gracilis


Drei häufig vorkommende Unterarten: 

-      Urtica dioica subsp. dioica 

-      Urtica dioica subsp. galeopsifolia 

-      Urtica urens


Drei seltene Unterarten: 

-      Urtica dioica subsp. holosericea 

-      Urtica dioica subsp. sondenii 

-      Urtica dioica subsp. alpina


Guter Nachbar: Tomaten, Kohl, Gurken (fördert Wachstum) 

Schlechter Nachbar: Starkzehrer, die Brennnesseln Konkurrenz machen 

Beste Mischkulturen: Starkzehrende Gemüse, Kräuter


Quellennachweis: 

-      Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Brennnessel 

-      Mein schöner Garten: https://www.mein-schoener-garten.de/pflanzen/brennnessel 

-      Kraut & Rüben: https://www.krautundrueben.de/brennnessel-pflanzen-pflegen-und-ernten 

-      Erlebnisgärtnerei Hödnerhof: https://www.hoednerhof.at/pflanzenlexikon/detail/brennnessel/