Der Bergtee (Sideritis) ist eine aromatische, mehrjährige Pflanze, die vor allem im Mittelmeerraum und in Gebirgsregionen Europas wächst. Er wird traditionell als Heil- und Aufgusskraut verwendet und ist bekannt für seine wohltuenden Eigenschaften.


Name (Deutsch): Bergtee 

Botanischer Name: Sideritis spp. (z.B. Sideritis scardica, Sideritis syriaca) 

Gattung: Sideritis 

Pflanzenfamilie: Lippenblütler (Lamiaceae) 

Name im Volksmund: Bergtee, Eisenkraut, Griechischer Bergtee 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 30 Arten und Unterarten, davon etwa 10 in Europa verbreitet 


Anbauordnung: Wildpflanze, gelegentlich Kulturpflanze 

Kulturart: Heilpflanze / Wildkraut 

Klimazone: Gemäßigte bis mediterrane Zone 

Erntezeitraum: Juli bis September 


Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Bevorzugt kalkhaltige, gut drainierte Böden; empfindlich gegenüber Staunässe 

Bemerkung: Mehrjährig, buschig wachsend, aromatisch duftend 

Bester Fundort in der Natur: Kalkreiche Gebirgsregionen, Felsfluren, sonnige Hänge 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit anderen mediterranen Kräutern, fördert Biodiversität 

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Blütenbeschreibung: Kleine, gelblich-weiße bis blassviolette Lippenblüten in dichten Scheinquirlen 

Blattbeschreibung: Graugrüne, behaarte, lanzettliche Blätter 

Stamm-/Stielbeschreibung: Aufrechte, verzweigte Stängel, behaart 

Samenbeschreibung: Kleine, braune Samen, länglich 

Art der Wurzler: Flachwurzelnd


Geruch der Pflanze: Aromatisch, leicht würzig 

Geschmack der Pflanze: Mild-würzig, leicht bitter 

Lebenszeitspanne: Mehrjährig 

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Robust, wenig anfällig für Schädlinge, fördert Nützlinge 


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 10–20 Tage 

Keimtemperatur: 15–20 °C 

Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig 

Keimfähigkeit in Jahren: Ca. 2 Jahre 


Aussaatzeitraum: Frühling (März bis Mai) 

Aussaat Tiefe: Flach, ca. 0,5 cm 

Abstand in der Reihe: 20–30 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 30–40 cm 

Samen pro Pflanzloch: 1–2 


Bevorzugte Beet Art: Kräuterbeet, Steingarten, gut drainierter Boden 

Idealer Boden: Kalkhaltig, sandig-lehmig, durchlässig 

pH-Wert des Bodens: 6,5–7,5 


Gießverhalten: Mäßig trocken, keine Staunässe 

Sonnenbedarf: Vollsonnig 

Düngereinsatz: Gering, gelegentlich organischer Dünger 

Empfohlener Dünger: Kompost oder Kräuterdünger 


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein 


Krautzuordnung: Heilpflanze, Wildkraut, Würzkraut, Gartenpflanze 

Mit Heilwirkung: Ja 

Wirkstoffe: Flavonoide, ätherische Öle, Phenole, Gerbstoffe 

Anwendungsbereiche: Entzündungshemmend, antioxidativ, verdauungsfördernd, beruhigend 

Verabreichung: Trinken (Tee), Umschläge, Tinkturen 


Essbar: Ja  

Welche essbaren Teile: Blätter, Blüten 

Giftig: Nein 

Welche giftigen Teile: Keine bekannt 

Verwechslungsgefahr mit: Andere Lippenblütler, z.B. Thymian, Salbei (harmlos) 


Verwendung in der Küche: Tee, Aromatisierung von Speisen 

Beste Haltbarmachung: Trocknen und luftdicht lagern 

Lagerung der Pflanze: Kühl, trocken, dunkel 

Das beste Rezept: Bergtee-Aufguss 

Die beste Speise: Kräutergerichte mit Bergtee-Aroma 

Das beste Getränk: Bergtee (heiß oder kalt) 

Die beste Beilage: Leichte mediterrane Speisen 


10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

1.     Griechischer Bergtee – Sideritis scardica 

2.     Sideritis syriaca 

3.     Sideritis clandestina 

4.     Sideritis romana 

5.     Sideritis montana 

6.     Sideritis perfoliata 

7.     Sideritis italica 

8.     Sideritis romana subsp. purpurea 

9.     Sideritis euboea 

10. Sideritis cretica 


Drei häufig vorkommende Unterarten:

·         Sideritis scardica

·         Sideritis syriaca

·         Sideritis romana


Drei seltenste Unterarten:

·         Sideritis clandestina

·         Sideritis euboea

·         Sideritis cretica 


Guter Nachbar: Rosmarin, Thymian, Salbei 

Schlechter Nachbar: Starkzehrende Pflanzen 

Beste Mischkulturen: Mediterrane Kräutermischungen zur Schädlingsabwehr und Bodenverbesserung 


Quellennachweis: 

-      Flora Europaea 

-      PFAU-Verlag: Heilpflanzen der Welt 

-      Botanische Fachliteratur zu Sideritis 

-      Wikipedia: Sideritis