Austernpflanze (Mertensia maritima)

Austernpflanze (Mertensia maritima) ist eine seltene, salztolerante Küstenpflanze mit charakteristischem ozeanischem Aroma.


Name (Deutsch): Austernpflanze 

Botanischer Name: Mertensia maritima 

Gattung: Mertensia 

Pflanzenfamilie: Raublattgewächse (Boraginaceae) 

Name im Volksmund: Meer-Austernpflanze, Meer-Borretsch 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Keine Unterarten bekannt, Art wird als monotypisch geführt


Anbauordnung: Wildpflanze, gelegentlich als Kultur- und Zierpflanze 

Kulturart: Gemüse/Kräuter 

Klimazone: Küstennahe gemäßigte Zone 

Erntezeitraum: Frühsommer bis Herbst (Juni bis September) 

Zehrer Art: Schwach Zehrer


Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Benötigt salzhaltigen, gut durchlässigen Boden und kühle, feuchte Bedingungen 

Bemerkung: Aromatische Pflanze mit Geschmack nach Austern, selten und geschützt 

Bester Fundort in der Natur: Küstenbereiche der Nord- und Ostsee, auf Kies- und Sandstränden 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit anderen salztoleranten Pflanzen, keine bekannten negativen Effekte


Blütenbeschreibung: Glockenförmige, hellblaue bis violette Blüten in lockeren Trauben 

Blattbeschreibung: Fleischige, glatte, blaugrüne Blätter 

Stamm-/Stielbeschreibung: Kriechende, verzweigte Stängel, blaugrün 

Samenbeschreibung: Kleine, braune Samen 

Art der Wurzler: Flachwurzelnd


Geruch der Pflanze: Frisch, leicht salzig-meerisch 

Geschmack der Pflanze: Salzig, mit Austern-ähnlichem Aroma 

Lebenszeitspanne: Mehrjährig 

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Aufgrund Standortes und Salzresistenz kaum Schädlingsprobleme


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 14–28 Tage 

Keimtemperatur: 15–20 °C 

Keimvorbereitung: Kaltstratifikation von Vorteil 

Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre


Aussaatzeitraum: Frühling (März bis Mai) 

Aussaat Tiefe: Flach, ca. 0,5 cm 

Abstand in der Reihe: 20–30 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 30–40 cm 

Samen pro Pflanzloch: 1–2


Bevorzugte Beet Art: Salzhaltiges Beet, Steingarten, Küstengarten 

Idealer Boden: Sandig, kiesig, salzhaltig, gut drainiert 

pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5 


Gießverhalten: Mäßig, keine Staunässe 

Sonnenbedarf: Volle Sonne bis Halbschatten 

Düngereinsatz: Gering, organisch bevorzugt 

Empfohlener Dünger: Kompost, Meeresalgen-Dünger


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein


Krautzuordnung: Würz- und Salzkraut, Wildpflanze, Gemüse 

Mit Heilwirkung: Nein (keine gesicherte Heilwirkung) 

Wirkstoffe: Mineralstoffe, ätherische Öle 

Anwendungsbereiche: Kulinarisch, aromatisierend 

Verabreichung: Essen


Essbar: Ja  

Welche essbaren Teile: Blätter und junge Triebe 

Giftig: Nein 

Welche giftigen Teile: Keine bekannt 

Verwechslungsgefahr mit: Keine bedeutende


Verwendung in der Küche: Frisch als Salat oder Würzkraut, zu Fisch und Meeresfrüchten 

Beste Haltbarmachung: Frisch verwenden oder kurz kühlen 

Lagerung der Pflanze: Kühl und feucht 

Das beste Rezept: Austernpflanzen-Salat mit Zitrone und Olivenöl 

Die beste Speise: Frischer Salat oder als Garnitur zu Meeresfrüchten 

Das beste Getränk: Nicht üblich 

Die beste Beilage: Frisches Brot oder leichte Fischgerichte


10 Unterarten in Europa:

  • Keine Unterarten bekannt

Drei häufig vorkommende Arten der Gattung Mertensia in Europa: 

  • Mertensia maritima (Austernpflanze) 
  • Mertensia alpina (Alpen-Austernpflanze) 
  • Mertensia paniculata (Wald-Austernpflanze)

Drei seltene Arten der Gattung Mertensia in Europa: 

  • Mertensia ciliata 
  • Mertensia longiflora 
  • Mertensia virginica

Guter Nachbar: Salztolerante Pflanzen wie Strand-Grasnelke, Queller 

Schlechter Nachbar: Starkzehrende, nicht salztolerante Pflanzen 

Beste Mischkulturen: Küsten- und Steingartenpflanzen mit ähnlichen Standortansprüchen

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Quellennachweis: 

  • www.mein-schoener-garten.de 
  • www.floraweb.de 
  • Botanische Fachliteratur zu Mertensia maritima 
  • www.kraeuter-und-pflanzen.de