Ananas-Minze (Mentha suaveolens variegata)
Ananas-Minze (Mentha suaveolens variegata) ist eine aromatische, dekorative Minzenvarietät mit fruchtigem Duft und vielfältiger Verwendung.
Name (Deutsch): Ananas-Minze
Botanischer Name: Mentha suaveolens variegata
Gattung: Mentha
Pflanzenfamilie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Name im Volksmund: Apfelminze, Variegata-Minze
Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Mentha suaveolens hat einige Varietäten, darunter variegata; insgesamt ca. 3-5 Varietäten/Unterarten in Europa bekannt
Anbauordnung: Kulturpflanze, Zierpflanze
Kulturart: Kräuter
Klimazone: Gemäßigte Zone
Erntezeitraum: Mai bis September
Zehrer Art: Mittel Zehrer
Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Wächst stark ausläuferbildend, daher in Beeten begrenzen oder Kübelkultur bevorzugen
Bemerkung: Blätter sind grün-weiß gesprenkelt, sehr aromatisch mit fruchtigem Ananasduft
Bester Fundort in der Natur: Ursprünglich im Mittelmeerraum, mittlerweile in Gärten und Parks verbreitet
Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit Gemüse und anderen Kräutern, wirkt abschreckend auf Schädlinge
Blütenbeschreibung: Kleine, rosa bis hellviolette Lippenblüten in dichten Ähren
Blattbeschreibung: Oval, grün mit cremeweißen bis gelblichen Sprenkeln, leicht behaart
Stamm-/Stielbeschreibung: Vierkantige, grüne Stängel, teils rötlich überlaufen
Samenbeschreibung: Kleine, glatte Samen, selten zur Vermehrung genutzt
Art der Wurzler: Flachwurzelnd, stark ausläuferbildend
Geruch der Pflanze: Fruchtig, süßlich-ananasartig
Geschmack der Pflanze: Mild, fruchtig, minzig
Lebenszeitspanne: Mehrjährig (ausdauernd)
Ökologische Schädlingsbekämpfung: Wirkt abwehrend auf Blattläuse und andere Schädlinge, fördert Nützlinge
Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: 10–20 Tage
Keimtemperatur: 18–22 °C
Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig
Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre
Aussaatzeitraum: Frühling (März bis Mai)
Aussaat Tiefe: Flach, ca. 0,5 cm
Abstand in der Reihe: 30 cm
Abstand zur nächsten Pflanze: 40 cm
Samen pro Pflanzloch: 1–2
Bevorzugte Beet Art: Kräuterbeet, Kübelkultur
Idealer Boden: Locker, humos, gut durchlässig
pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5
Gießverhalten: Regelmäßig, Staunässe vermeiden
Sonnenbedarf: Halbschatten bis volle Sonne
Düngereinsatz: Mittel, organisch bevorzugt
Empfohlener Dünger: Kompost, Kräuterdünger
Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein
Krautzuordnung: Würz- und Heilkräuter, Gartenpflanze
Mit Heilwirkung: Ja
Wirkstoffe: Ätherische Öle (Menthol, Limonen, Pulegon), Flavonoide
Anwendungsbereiche: Verdauungsfördernd, beruhigend, antiseptisch
Verabreichung: Tee, Essen, Tinkturen, Umschläge
Essbar: Ja
Welche essbaren Teile: Blätter und junge Triebe
Giftig: Nein
Welche giftigen Teile: Keine bekannt
Verwechslungsgefahr mit: Andere Minzarten, z.B. Pfefferminze (Mentha piperita), aber durch Blattzeichnung gut unterscheidbar
Verwendung in der Küche: Frisch für Tee, Desserts, Salate, Getränke, als Aromageber
Beste Haltbarmachung: Trocknen oder Einfrieren der Blätter
Lagerung der Pflanze: Kühl und dunkel, frisch im Kühlschrank oder getrocknet luftdicht
Das beste Rezept: Ananas-Minze-Sirup für erfrischende Getränke
Die beste Speise: Fruchtiger Minz-Joghurt-Dip
Das beste Getränk: Minz-Ananas-Eistee
Die beste Beilage: Frische Obstsalate oder leichte Sommersalate
10 Unterarten/Varietäten in Europa (deutscher und botanischer Name):
- Mentha suaveolens var. suaveolens
- Mentha suaveolens var. variegata (Ananas-Minze)
- Mentha suaveolens var. crispa
- Mentha suaveolens var. insularis
- Mentha suaveolens var. macrostachya
- Mentha suaveolens var. melissifolia
- Mentha suaveolens var. rotundifolia
- Mentha suaveolens var. saturejoides
- Mentha suaveolens var. tomentosa
- Mentha suaveolens var. villosa
Drei häufig vorkommende Varietäten:
- Mentha suaveolens var. suaveolens
- Mentha suaveolens var. variegata
- Mentha suaveolens var. crispa
Drei seltene Varietäten:
- Mentha suaveolens var. insularis
- Mentha suaveolens var. macrostachya
- Mentha suaveolens var. saturejoides
Guter Nachbar: Tomaten, Kohl, Salat, Karotten – fördern Wachstum und schützen vor Schädlingen
Schlechter Nachbar: Petersilie (wettbewerbsintensiv)
Beste Mischkulturen: Kräutergärten mit Basilikum, Thymian, Oregano
Quellennachweis:
- www.kraeuter-und-pflanzen.de
- www.mein-schoener-garten.de
- Botanische Fachliteratur zu Mentha-Arten
- www.gartenjournal.net