Der Sassafrasbaum (Sassafras albidum), auch Fenchelholzbaum oder Nelkenzimtbaum genannt, ist eine Pflanzenart in der Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae). Sie ist im östlichen Nordamerika weit verbreitet.
Sassafras albidum wächst als sommergrüner Baum und erreicht Wuchshöhen von 20 bis zu 35 Metern. Die Borke ist rotbraun, dick und bei älteren Bäumen auch gefurcht. Die stielrunden Zweige besitzen eine hellgrüne Rinde mit dunkeler olivfarbenen Flecken.
Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind sehr unterschiedlich geformt. Die Blattspreite ist mit einer Länge von 10 bis 16 cm und einer Breite von 5 bis 10 cm eiformig bis elliptisch und ungelappt oder zwei- bis drei- selten mehrlappig mit stumpfen bis spitzen Ende. Die dreigelappten Blätter erinnern entfernt an Feigenblätter.
Der Blattrand ist glatt. Die Blattoberseite ist frischgrün und die Blattunterseite ist blau-grün sowie kahl. Im Herbst verfärben sich die Blätter gelb bis orange- oder purpurfarben.
Der Sassafrasbaum ist ein markanter, laubabwerfender Baum aus Nordamerika, bekannt für seinen charakteristischen aromatischen Duft und vielfältige traditionelle Anwendungen.
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Name (Deutsch): Sassafrasbaum
Botanischer Name: Sassafras albidum
Gattung: Sassafras
Pflanzenfamilie: Lorbeergewächse (Lauraceae)
Name im Volksmund: Sassafras, Amerikanischer Sassafras
Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Keine, da nicht heimisch und nur kultiviert oder als Zierpflanze vorhanden
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Anbauordnung: Kulturpflanze, Zierpflanze, Waldpflanze (in Nordamerika)
Kulturart: Gehölz / Baum
Klimazone: Gemäßigt (östliches Nordamerika), in Europa nur als Kübel- oder Zierpflanze
Erntezeitraum: Frühling bis Herbst (je nach Pflanzenteil)
Zehrer Art: Mittel Zehrer
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Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Enthält Safrol, das in großen Mengen potenziell leberschädigend ist; Verwendung mit Vorsicht
Bemerkung: Charakteristisch sind die unterschiedlich geformten Blätter (ein-, zwei- oder dreilappig)
Bester Fundort in der Natur: Wälder und Waldränder im östlichen Nordamerika
Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit anderen Laubbäumen und Waldpflanzen; keine negativen Effekte bekannt
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Blütenbeschreibung: Kleine, gelblich-grüne, duftende Blüten, einzeln oder in kleinen Gruppen, im Frühling
Blattbeschreibung: Variabel geformte Blätter (oval, gelappt oder dreilappig), glatt, grün, aromatisch duftend
Stamm-/Stielbeschreibung: Grau-braune, leicht rissige Rinde, verzweigter Wuchs
Samenbeschreibung: Blaue bis schwarze, beerenartige Steinfrüchte, ca. 1 cm groß
Art der Wurzler: Flach- bis tiefwurzelnd
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Geruch der Pflanze: Würzig, süßlich, aromatisch (ähnlich nach Sassafras oder Anis)
Geschmack der Pflanze: Aromatisch, leicht süßlich-würzig
Lebenszeitspanne: Mehrjährig, langlebig (bis zu 100 Jahre)
Ökologische Schädlingsbekämpfung: Ätherische Öle wirken abwehrend gegen einige Insekten
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Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: 4–8 Wochen
Keimtemperatur: 20–25 °C
Keimvorbereitung: Samen vor der Aussaat 2–3 Monate Kältebehandlung (Stratifizierung)
Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre
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Aussaatzeitraum: Herbst (nach Kältebehandlung) oder Frühling
Aussaat Tiefe: Flach, ca. 1 cm
Abstand in der Reihe: 1,5–2 m
Abstand zur nächsten Pflanze: 2–3 m
Samen pro Pflanzloch: 1–2
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Bevorzugte Beet Art: Lockerer, humusreicher Waldboden oder Kübel mit humosem Substrat
Idealer Boden: Gut durchlässig, nährstoffreich, leicht sauer bis neutral
pH-Wert des Bodens: 5,5–7,0
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Gießverhalten: Gleichmäßig feucht, Staunässe vermeiden
Sonnenbedarf: Halbschattig bis sonnig
Düngereinsatz: Mäßig, organischer Dünger im Frühjahr
Empfohlener Dünger: Kräuterdünger oder Kompost
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Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein
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Krautzuordnung: Wildpflanze, Gehölz, Zierpflanze
Mit Heilwirkung: Ja
Wirkstoffe: Safrol, ätherische Öle, Flavonoide
Anwendungsbereiche: Traditionell gegen Verdauungsbeschwerden, als Aromastoff, antiseptisch
Verabreichung: Tee, Tinkturen, Umschläge (mit Vorsicht wegen Safrol)
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Essbar: Ja (in Maßen)
Welche essbaren Teile: Junge Blätter, Wurzelrinde (traditionell)
Giftig: Ja (bei übermäßigem Gebrauch)
Welche giftigen Teile: Safrolhaltige Teile (Wurzelrinde, Blätter) in großen Mengen potenziell toxisch
Verwechslungsgefahr mit: Andere Lorbeergewächse, z.B. Echter Lorbeer (Laurus nobilis)
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Verwendung in der Küche: Aromatisierung von Getränken (z.B. traditioneller Sassafras-Tee), Gewürz in Süßspeisen
Beste Haltbarmachung: Getrocknet, luftdicht lagern
Lagerung der Pflanze: Getrocknete Blätter oder Wurzelrinde in luftdichten Behältern
Das beste Rezept: Traditioneller Sassafras-Tee (in Maßen)
Die beste Speise: Süße Gebäckstücke mit Sassafras-Aroma
Das beste Getränk: Sassafras-Getränk (traditioneller Kräutertee)
Die beste Beilage: Leicht würzige Speisen, die das Aroma ergänzen
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10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):
· Keine, da nicht heimisch
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3 häufig vorkommende Unterarten:
o Nicht zutreffend
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3 seltene Unterarten:
o Nicht zutreffend
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Guter Nachbar: Andere Schatten- und Waldgehölze wie Ahorn, Eiche
Schlechter Nachbar: Starkzehrende Pflanzen, die Nährstoffe entziehen
Beste Mischkulturen: Waldgarten mit Laubbäumen und schattenverträglichen Kräutern
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Quellennachweis:
- "Flora of North America"
- "Handbuch der Heilpflanzen" von Hager
- Wissenschaftliche Artikel zu Sassafras albidum
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- Botanischer Garten Berlin-Dahlem