Gänseblümchen (Bellis perennis)

Das Gänseblümchen ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, die typischerweise etwa 10–30 cm hoch wird. Es hat eine Rosette aus grünen, gezahnten Blättern und eine charakteristische Blüte mit weißen, strahlenförmigen Blütenblättern und einem gelben Zentrum. Die Blütezeit erstreckt sich von März bis Oktober.

Gänseblümchen sind weit verbreitet und kommen in vielen Teilen Europas, Asiens und Nordamerikas vor. Sie wachsen häufig in Wiesen, auf Rasenflächen, an Wegrändern und in Gärten, wo der Boden gut durchlässig ist und ausreichend Sonnenlicht vorhanden ist.


Name (Deutsch): Gänseblümchen 

Botanischer Name: Bellis perennis 

Gattung: Bellis 

Pflanzenfamilie: Korbblütler (Asteraceae) 

Name im Volksmund: Marienblümchen, Tausendschön 

Anzahl Unterarten in Europa:

-      Etwa 10 Unterarten (genaue Liste weiter unten) 


Anbauordnung: Kulturpflanze, Wiesenpflanze, Zierpflanze 

Kulturart: Blume, Wiesenpflanze 

Klimazone: Gemäßigte Zone (Temperate Zone) 

Erntezeitraum: Frühling bis Herbst, je nach Nutzung 

Zehrer Art: Schwach Zehrer 


Wichtiger Hinweis:

-      Sehr widerstandsfähig, anspruchslos, häufig in Rasen und Wiesen zu finden 

Bemerkung: Beliebte Wildpflanze mit essbaren Blüten und Blättern 

Bester Fundort in der Natur: Magerwiesen, Rasenflächen, Wegränder 

Beipflanzung und Auswirkung:

-      Gut mit anderen Wiesenblumen, fördert Biodiversität und Bestäuber 


Blütenbeschreibung:

-      Kleine, weiße Blüten mit gelber Mitte, radiärsymmetrisch 

Blattbeschreibung: Rosettenförmig, rundlich bis eiförmig, leicht behaart 

Stamm-/Stielbeschreibung: Kurze, aufrechte Stiele, behaart 

Samenbeschreibung: Kleine, längliche Samen, braun 

Art der Wurzler: Flachwurzelnd 


Geruch der Pflanze: Schwach, leicht frisch 

Geschmack der Pflanze: Mild, leicht nussig, etwas bitter 

Lebenszeitspanne: Mehrjährig (perennial) 

Ökologische Schädlingsbekämpfung:

-      Unterstützt durch Förderung von Nützlingen und Bestäubern 


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: Ca. 10-20 Tage 

Keimtemperatur: 15-20 °C 

Keimvorbereitung: Keine besondere Vorbereitung nötig 

Keimfähigkeit in Jahren: 2-3 Jahre 


Aussaatzeitraum: Frühling bis Sommer 

Aussaat Tiefe: Oberflächlich bis 0,5 cm 

Abstand in der Reihe: 10-15 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 15-20 cm 

Samen pro Pflanzloch: 1-2 


Bevorzugte Beet Art: Locker, nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich 

Idealer Boden: Durchlässig, humos, mäßig feucht 

pH-Wert des Bodens: 5,5 - 7,5 (leicht sauer bis neutral) 


Gießverhalten: Mäßig, keine Staunässe 

Sonnenbedarf: Sonne bis Halbschatten 

Düngereinsatz: Kaum notwendig, da Schwachzehrer 

Empfohlener Dünger: Kompost oder organischer Dünger sparsam 


Anhäufen von Vorteil: Nein 

Rankhilfe nötig: Nein 

Spalier notwendig: Nein 


Krautzuordnung: Wildpflanze, Wiesenpflanze, Blume 

Mit Heilwirkung: Ja 

Wirkstoffe: Saponine, Flavonoide, Gerbstoffe 

Anwendungsbereiche:

-      Entzündungshemmend, Wundheilung, Husten, Verdauung 

Verabreichung: Essen, Tee, Umschläge, Tinkturen 


Essbar: Ja 

Essbare Teile: Blätter, Blüten 

Giftig: Nein 

Verwechslungsgefahr mit: Kaum, da charakteristische Blütenform 


Verwendung in der Küche: Salate, Dekoration, Tee 

Beste Haltbarmachung: Trocknen oder frische Nutzung 

Lagerung der Pflanze: Kühl und trocken 


Bestes Rezept: Gänseblümchensalat mit Kräutern und Nüssen 

Beste Speise: Frischer Wildkräutersalat 

Bestes Getränk: Gänseblümchentee 

Beste Beilage: Leichte Frühlingsgerichte, Quark oder Frischkäse 


10 Unterarten in Europa (deutsch / botanisch): 

-      Gewöhnliches Gänseblümchen - Bellis perennis subsp. perennis 

-      Berg-Gänseblümchen - Bellis perennis subsp. montana 

-      Zwerg-Gänseblümchen - Bellis perennis subsp. pumila 

-      Alpen-Gänseblümchen - Bellis perennis subsp. alpina 

-      Mittelmeer-Gänseblümchen - Bellis perennis subsp. maritima 

-      Schmalblättriges Gänseblümchen - Bellis perennis subsp. angustifolia 

-      Glattes Gänseblümchen - Bellis perennis subsp. glabra 

-      Südliches Gänseblümchen - Bellis perennis subsp. australis 

-      Kleines Gänseblümchen - Bellis perennis subsp. minor 

-      Östliches Gänseblümchen - Bellis perennis subsp. orientalis 


Drei häufig vorkommende Unterarten: 

-      Bellis perennis subsp. perennis 

-      Bellis perennis subsp. montana 

-      Bellis perennis subsp. pumila 


Drei seltene Unterarten: 

-      Bellis perennis subsp. orientalis 

-      Bellis perennis subsp. australis 

-      Bellis perennis subsp. glabra 


Guter Nachbar:

-      Klee, Gänsefuß, andere Wildblumen (fördert Biodiversität) 

Schlechter Nachbar:

-      Starkzehrende Pflanzen, die Nährstoffe stark entziehen 

Beste Mischkulturen:

-      Wildblumenwiesen mit Klee, Löwenzahn, Schafgarbe 


Quellennachweis: 

-      Die Angaben basieren auf botanischen Fachquellen und Gartenratgebern, insbesondere: Plantura Magazin, Missouri Botanical Garden, PFAF Datenbank, Kew Science, BSBI, Balkan Ecology Project[1][4][5][7][8][9].