Dicke Bohne (Vicia faba) Ackerbohne, Saubohne
Die Dicke Bohne ist eine robuste, nährstoffreiche Hülsenfrucht, die seit Jahrhunderten in Europa kultiviert wird. Sie spielt eine wichtige Rolle in der nachhaltigen Landwirtschaft und vielseitigen Küche.
Name (Deutsch): Dicke Bohne, Ackerbohne, Saubohne
Botanischer Name: Vicia faba
Gattung: Vicia
Pflanzenfamilie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Name im Volksmund: Saubohne, Pferdebohne, Puffbohne
Wieviele Unterarten gibt es in Europa:
- Ca. 2–3 Unterarten bzw. Varietäten, je nach Quelle
Anbauordnung: Kulturpflanze
Kulturart: Gemüse / Hülsenfrucht
Klimazone: Gemäßigte Zone
Erntezeitraum: Juni bis August (je nach Aussaatzeit)
Zehrer Art: Mittel Zehrer
Wichtiger Hinweis zur Pflanze:
- Enthält Lektine und Vicin, die roh gesundheitsschädlich sein können; vor Verzehr gut kochen
Bemerkung:
- Winter- oder Sommeraussaat möglich; stickstoffbindend und bodenverbessernd
Bester Fundort in der Natur: Kulturland, Felder, Gärten
Beipflanzung und ihre Auswirkung:
- Verträgt sich gut mit Mais, Kohl, Gurken; verbessert Bodenqualität durch Stickstoffbindung
Blütenbeschreibung:
- Große, auffällige Blüten, meist weiß mit schwarzen oder violetten Flecken, zwittrig
Blattbeschreibung:
- Paarig gefiederte Blätter mit breiten, ovalen Fiederblättchen und Endranke
Stamm-/Stielbeschreibung: Aufrechter, kräftiger Stängel, oft verzweigt
Samenbeschreibung:
- Große, flache, ovale Samen, meist grün, braun oder schwarz gefärbt
Art der Wurzler:
- Tiefwurzelnd mit Knöllchenbakterien zur Stickstofffixierung
Geruch der Pflanze: Schwach, frisch
Geschmack der Pflanze: Mild, nussig, leicht herb (je nach Sorte)
Lebenszeitspanne: Einjährig
Ökologische Schädlingsbekämpfung:
- Fördert Bodenfruchtbarkeit, kann Schädlinge durch Mischkultur reduzieren
Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: 7–14 Tage
Keimtemperatur: 10–20 °C
Keimvorbereitung:
- Keine spezielle Vorbereitung nötig, Samen vor Aussaat evtl. einweichen
Keimfähigkeit in Jahren: 2–4 Jahre
Aussaatzeitraum: Frühjahr (März bis April) oder Herbst (je nach Region)
Aussaat Tiefe: 5–7 cm
Abstand in der Reihe: 20–30 cm
Abstand zur nächsten Pflanze: 30–40 cm
Samen pro Pflanzloch: 1–2
Bevorzugte Beet Art: Locker, humusreich, gut durchlässig
Idealer Boden: Lehm- bis sandiger Boden, nährstoffreich
pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5
Gießverhalten: Mäßig feucht, Staunässe vermeiden
Sonnenbedarf: Vollsonnig bis halbschattig
Düngereinsatz: Meist nicht nötig wegen Stickstoffbindung
Empfohlener Dünger: Bei Bedarf organischer Dünger, Kompost
Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Bei hohen Sorten sinnvoll
Ist ein Spalier notwendig: Optional, je nach Sorte
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Krautzuordnung: Gemüse, Hülsenfrucht, Gartenpflanze
Mit Heilwirkung: Nein
Wirkstoffe: Proteine, Ballaststoffe, Vitamine, Mineralien
Anwendungsbereiche: Nahrungsmittel, Bodenverbesserung
Verabreichung: Essen (gekocht)
Essbar: Ja
Welche essbaren Teile: Samen (Bohnen)
Giftig: Ja, roh enthaltene Stoffe können toxisch wirken
Welche giftigen Teile: Rohe Samen enthalten Lektine und Vicin
Verwechslungsgefahr mit: Andere Vicia-Arten, die nicht essbar sind
Verwendung in der Küche: Suppen, Eintöpfe, Salate, Pürees
Beste Haltbarmachung: Getrocknet, luftdicht gelagert
Lagerung der Pflanze: Getrocknete Samen kühl und trocken lagern
Das beste Rezept: Dicke Bohnen Eintopf mit Kräutern
Die beste Speise: Gebratene Dicke Bohnen mit Knoblauch und Kräutern
Das beste Getränk: Nicht üblich
Die beste Beilage: Frisches Bauernbrot oder Salate
10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):
- Vicia faba subsp. faba (Dicke Bohne)
- Vicia faba var. minor (kleine Dicke Bohne)
- Vicia faba var. equina (Pferdebohne)
Weitere Unterarten sind regional weniger relevant oder nicht klar abgegrenzt.
3 häufig vorkommende Unterarten:
- Vicia faba subsp. faba
- Vicia faba var. minor
- Vicia faba var. equina
3 seltene Unterarten:
- Vicia faba var. paucijuga
- Vicia faba var. major
- Vicia faba var. trifoliata (selten)
Guter Nachbar: Mais, Kohl, Gurken, Zwiebeln
Schlechter Nachbar:
- Zwiebeln (bei intensiver Nachbarschaft), Kartoffeln (konkurrieren um Nährstoffe)
Beste Mischkulturen:
- Mischkultur mit Mais, Kohl, Gurken, Salat zur Schädlingsreduktion und Bodenverbesserung
Quellennachweis:
- "Pflanzenbau" von D. K. Müller
- "Gemüsebau" von U. K. Schmidt
- "Flora Europaea"
- Diverse Gartenbau- und Landwirtschaftsportale