Bataviasalat (Lactuca sativa var. capitata 'Batavia')

Ein knackiger, vielseitiger Salat mit festen Blättern und leicht nussiger Note – die europäische Antwort auf den amerikanischen Eisbergsalat, aber mit mehr Geschmack und weniger Wassergehalt.

Der Bataviasalat ist ein Salatsorte mit lockeren, welligen Blättern und mildem Geschmack.


Name (Deutsch): Bataviasalat

Botanischer Name: Lactuca sativa var. capitata 'Batavia'

Gattung: Lactuca

Pflanzenfamilie: Korbblütler (Asteraceae)

Name im Volksmund: Batavia, Kopfsalat (Batavia-Typ)

Wieviele Unterarten in Europa:

  • Lactuca sativa var. capitata ist eine Kulturform ohne natürliche Unterarten in Europa. Die Gattung Lactuca umfasst in Europa jedoch 10–12 Wildarten (z. B. Lactuca serriola, Lactuca virosa).

Anbauordnung: Kulturpflanze (Gemüse)

Kulturart: Gemüse (Blattgemüse)

Klimazone: Gemäßigte Zone (optimal: 12–20 °C)

Erntezeitraum: Mai bis Oktober (je nach Aussaat)

Zehrer Art: Mittel Zehrer


Wichtiger Hinweis zur Pflanze:

-      Vermeide Staunässe; bei Trockenheit regelmäßig gießen, um Bitterstoffe zu reduzieren.

Bemerkung:

-      Einjährig, bildet lockere bis feste Köpfe; Sortenvielfalt mit grünen, roten oder gelben Blättern.

Bester Fundort in der Natur:

-      Nicht wild vorkommend – ausschließlich kultiviert.

Beipflanzung und ihre Auswirkung:

-      Verträgt sich gut mit Radieschen, Karotten und Zwiebeln; fördert gegenseitigen Schutz vor Schädlingen.


Blütenbeschreibung:

-      Kleine, gelbe, körbchenförmige Blüten (5–7 mm Durchmesser), in lockeren Rispen.

Blattbeschreibung:

-      Lockere bis feste Köpfe mit welligen, knackigen Blättern; Farben von hellgrün bis dunkelrot (je nach Sorte).

Stamm-/Stielbeschreibung:

-      Kurzer, weißlicher Stiel; bei älteren Pflanzen leicht holzig.

Samenbeschreibung:

-      Kleine, schwarze, längliche Achänen (Samen) mit weißem Pappus (Flugapparat).

Art der Wurzler: Flachwurzelnd (Wurzeltiefe: 15–20 cm)


Geruch der Pflanze: Mild, grasig-frisch.

Geschmack der Pflanze: Mild, leicht nussig, kaum bitter.

Lebenszeitspanne: Einjährig (ca. 8–10 Wochen von Aussaat bis Ernte).

Ökologische Schädlingsbekämpfung:

-      Förderung von Nützlingen wie Marienkäfern (gegen Blattläuse); Mischkultur mit Kapuzinerkresse lockt Schädlinge ab.


Keimer Art: Lichtkeimer

Keimdauer: 7–14 Tage

Keimtemperatur: 15–20 °C

Keimvorbereitung:

-      Samen vor der Aussaat 12–24 Stunden in Wasser einweichen (beschleunigt Keimung).

Keimfähigkeit in Jahren: 3–4 Jahre (bei trockener, kühler Lagerung)


Aussaatzeitraum:

-      März bis August (Freiland); bei Kälte ab März unter Vlies oder im Gewächshaus.

Aussaat Tiefe: 0,5–1 cm

Abstand in der Reihe: 25–30 cm

Abstand zur nächsten Pflanze: 30 cm

Samen pro Pflanzloch: 2–3 Samen (später auf 1 Pflanze vereinzeln)


Bevorzugte Beet Art: Gemüsebeet, Hochbeet, Mischkulturbeet

Idealer Boden:

-      Lockere, humusreiche Erde; sandig-lehmig, pH-Wert: 6,0–7,0.

pH-Wert des Bodens: 6,0–7,0


Gießverhalten:

-      Gleichmäßig feucht halten; morgens gießen, um Pilzkrankheiten vorzubeugen.

Sonnenbedarf:

-      Halbschatten bis vollsonnig (bei zu viel Sonne neigt er zum Schossen).

Düngereinsatz:

-      Mittel; organischer Dünger (z. B. Kompost) vor der Aussaat einarbeiten.

Empfohlener Dünger:

-      Brennnesseljauche oder kaliumbetonter Gemüsedünger


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein

Ist ein Spalier notwendig: Nein


Krautzuordnung: Gemüse, Blattgemüse, Salatpflanze

Mit Heilwirkung:

-      Nein (aber nährstoffreich: Vitamin A, C, K, Folsäure, Kalium)

Wirkstoffe:

-      Keine spezifischen Heilstoffe; reich an Antioxidantien und Ballaststoffen.

Anwendungsbereiche: Ernährung (roh oder leicht gedünstet).

Verabreichung: Essen (frisch oder verarbeitet)


Essbar: Ja

Welche essbaren Teile: Blätter, junge Stiele

Giftig: Nein

Welche giftigen Teile: Keine bekannt

Verwechslungsgefahr mit:

Eisbergsalat (Lactuca sativa var. capitata 'Iceberg'), der festere Köpfe bildet.


Verwendung in der Küche:

-      Frisch in Salaten, als Dekoration, in Wraps oder Sandwiches; leicht anbraten (z. B. in asiatischen Gerichten).

Beste Haltbarmachung:

-      Kühl lagern (max. 7–10 Tage); einfrieren (blanchiert) oder fermentieren.

Lagerung der Pflanze:

-      Im Kühlschlagfach (feucht in Küchentuch gewickelt) oder in perforierten Beuteln.


Das beste Rezept:

-      Bataviasalat mit Avocado, Granatapfel und Feta (Dressing: Olivenöl-Zitronen-Senf)

Die beste Speise:

-      Als Basis für gemischte Salate oder als knackige Beilage zu gegrilltem Hähnchen.

Das beste Getränk: Grüner Smoothie mit Spinat und Gurke.

Die beste Beilage:

-      Zu mediterranen Gerichten oder als frischer Kontrast zu herzhaften Speisen.


10 Unterarten/Gruppen der Gattung Lactuca in Europa (Wildarten, keine Kulturformen):

-      Gifte Lattich – Lactuca virosa

-      Kompass-Lattich – Lactuca serriola

-      Wilder Lattich – Lactuca saligna

-      Hasenlattich – Lactuca tenerrima

-      Berg-Lattich – Lactuca perennis

-      Alpen-Lattich – Lactuca alpina

-      Wurmlattich – Lactuca viminea

-      Stachel-Lattich – Lactuca chondrilliflora

-      Fleischfarbener Lattich – Lactuca carneola

-      Weiden-Lattich – Lactuca saligna (syn. Lactuca viminea subsp. ramosissima)


Drei häufig vorkommende Wildarten der Gattung Lactuca in Europa:

-      Kompass-Lattich – Lactuca serriola

-      Gifte Lattich – Lactuca virosa

-      Berg-Lattich – Lactuca perennis


Drei seltenste Wildarten der Gattung Lactuca in Europa:

-      Fleischfarbener Lattich – Lactuca carneola (endemisch in Südeuropa)

-      Hasenlattich – Lactuca tenerrima (selten, in Felsregionen)

-      Alpen-Lattich – Lactuca alpina (alpine Lagen, geschützt in einigen Regionen)


Guter Nachbar:

-      Karotten, Radieschen, Zwiebeln, Erdbeeren, Kohlrabi (vertreiben Blattläuse und Schnecken).

Schlechter Nachbar: Petersilie, Sellerie (konkurrieren um Nährstoffe).

Beste Mischkulturen:

-      Mit Radieschen (lockern den Boden, markieren Reihen).

-      Mit Zwiebeln (vertreiben Schädlinge wie Blattläuse).

-      Mit Kräutern wie Dill oder Kerbel (fördern Aroma).


Quellennachweis:

-      Lactuca sativa – Sortenbeschreibungen und Anbauempfehlungen: Bundessortenamt (BSA), Deutsche Gartenbau-Gesellschaft (DGG)

-      Lactuca Wildarten: Flora Europaea, Bundesamt für Naturschutz (BfN)

-      Ökologischer Anbau: FiBL (Forschungsinstitut für biologischen Landbau)

-      Nährstoffangaben: USDA FoodData Central