Gemeinen Waldrebe (Clematis vitalba)

Die Gemeine Waldrebe (Clematis vitalba) ist eine Kletterpflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Sie ist in Europa und Teilen Asiens verbreitet und wächst häufig an Waldrändern, Hecken und Zäunen.
Die Pflanze kann Höhen von bis zu 10 Metern erreichen und hat gefiederte Blätter sowie auffällige, weiße Blüten, die in Dolden erscheinen. Die Blütezeit ist von Juni bis September.
Die Früchte sind charakteristische, federartige Samenschirmchen, die eine wichtige Rolle bei der Verbreitung der Art spielen. Die Gemeine Waldrebe kann sowohl in der Natur als auch in Gärten als Zierpflanze verwendet werden.


Name (Deutsch): Gemeine Waldrebe 

Botanischer Name: Clematis vitalba 

Gattung: Clematis 

Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) 

Name im Volksmund: Waldrebe, Wilder Wein, Alte Waldrebe 

Anzahl Unterarten in Europa:

  • Keine offiziell anerkannten Unterarten, jedoch regionale Varianten 

Anbauordnung: Wildpflanze, Kletterpflanze, Zierpflanze (gelegentlich) 

Kulturart: Gehölz, Kletterpflanze, Waldpflanze 

Klimazone: Gemäßigte Zone 

Erntezeitraum: Blütezeit Juni bis September; Samenreife im Herbst 

Zehrer Art: Mittel Zehrer


Wichtiger Hinweis:

-      Stark wuchernd, kann andere Pflanzen überwuchern und verdrängen 

Bemerkung:

-      Schnellwüchsige, verholzende Kletterpflanze mit attraktiven Blüten und markanten Samenständen 

Bester Fundort in der Natur:

-      Waldränder, Hecken, Gebüsche, sonnige bis halbschattige Standorte 

Beipflanzung und Auswirkung:

-      Verträgt sich mit vielen Gehölzen, kann jedoch durch Wuchs andere Pflanzen bedrängen 


Blütenbeschreibung:

-      Kleine, cremeweiße bis gelbliche Blüten, in dichten Rispen, stark duftend 

Blattbeschreibung: Gefiedert, 3-5-teilig, grün, leicht behaart 

Stamm-/Stielbeschreibung:

-      Lange, dünne, verholzte Ranken mit Haftwurzeln 

Samenbeschreibung:

-      Flaumige, federartige Samenstände, gut windverbreitet 

Art der Wurzler: Tiefwurzelnd, verholzt 


Geruch der Pflanze: Blüten duften stark, angenehm süßlich 

Geschmack der Pflanze: Nicht essbar, giftig 

Lebenszeitspanne: Mehrjährig, langlebig 

Ökologische Schädlingsbekämpfung:

-      Keine speziellen Angaben; Pflanze kann Insekten anziehen 


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 3-4 Wochen 

Keimtemperatur: 15-20 °C 

Keimvorbereitung: Kaltstratifizierung empfohlen 

Keimfähigkeit in Jahren: 2-3 Jahre 


Aussaatzeitraum: Herbst oder Frühjahr nach Kaltstratifizierung 

Aussaat Tiefe: Oberflächlich bis 0,5 cm 

Abstand in der Reihe: 100 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 100-150 cm 

Samen pro Pflanzloch: 1-2 


Bevorzugte Beet Art: Locker, humos, durchlässig 

Idealer Boden: Nährstoffreich, feucht, gut drainiert 

pH-Wert des Bodens: 6,0 - 7,5 (neutral bis leicht alkalisch)


Gießverhalten: Mäßig feucht, keine Staunässe 

Sonnenbedarf: Sonne bis Halbschatten 

Düngereinsatz: Mittel, organisch bevorzugt 

Empfohlener Dünger: Kompost, organischer Volldünger 


Anhäufen von Vorteil: Nein 

Rankhilfe nötig: Ja, benötigt Kletterhilfe 

Spalier notwendig: Ja, oder andere stabile Kletterhilfen 


Krautzuordnung: Gehölz, Kletterpflanze, Wildpflanze 

Mit Heilwirkung: Ja, aber nur unter strenger ärztlicher Aufsicht (giftig) 

Wirkstoffe: Protoanemonin, Saponine, Alkaloide 

Anwendungsbereiche:

-      Traditionell äußerlich bei Rheuma, aber giftig und mit Vorsicht zu verwenden 

Verabreichung: Äußerlich (Umschläge), innerlich nicht empfohlen 


Essbar: Nein 

Giftig: Ja 

Giftige Teile: Alle Pflanzenteile, besonders Samen und junge Triebe 

Verwechslungsgefahr mit:

-      Andere Clematis-Arten, z.B. Waldrebe (Clematis vitalba) ist allerdings recht charakteristisch 


Verwendung in der Küche: Nicht anwendbar 

Beste Haltbarmachung: Nicht anwendbar 

Lagerung der Pflanze: Nicht anwendbar 

Bestes Rezept: Nicht anwendbar 

Beste Speise/Getränk/Beilage: Nicht anwendbar 


10 Unterarten in Europa (deutsch / botanisch): Keine offiziell anerkannten Unterarten, aber regionale Varianten: 

-      Clematis vitalba var. vitalba 

-      Clematis vitalba var. paniculata 

-      Clematis vitalba var. pubescens 

-      Clematis vitalba var. albiflora 

-      Clematis vitalba var. integrifolia 

-      Clematis vitalba var. latifolia 

-      Clematis vitalba var. montana (manchmal als eigene Art behandelt) 

-      Clematis vitalba var. macrocarpa 

-      Clematis vitalba var. longifolia 

-      Clematis vitalba var. minor 


Drei häufig vorkommende Varianten: 

-      Clematis vitalba var. vitalba 

-      Clematis vitalba var. paniculata 

-      Clematis vitalba var. pubescens 


Drei seltene Varianten: 

-      Clematis vitalba var. albiflora 

-      Clematis vitalba var. integrifolia 

-      Clematis vitalba var. macrocarpa 


Guter Nachbar:

-      Sträucher und Bäume, die Kletterpflanzen tolerieren, z.B. Hasel, Wildrosen 

Schlechter Nachbar:

-      Schwache oder niedrig wachsende Pflanzen, die von der Waldrebe überwuchert werden können 

Beste Mischkulturen:

-      Gehölzrandbereiche mit robusten Sträuchern und Bäumen 


Quellennachweis: 

-      FloraWeb (BfN) 

-      Botanik im Bild 

-      PFAF Plant Database 

-      Wikipedia Clematis vitalba 

-      Gartenratgeber