Gelben Windröschen (Anemone ranunculoides)

Das Gelbe Windröschen (Anemone ranunculoides) ist eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Es wächst hauptsächlich in Wäldern und auf feuchten Wiesen. Die Blütezeit ist von März bis Mai.
Die Pflanze hat gelbe Blüten, die meist in Gruppen erscheinen, und ist als frühe Nektarquelle für Insekten wichtig. Die Blätter sind handförmig und erscheinen meist nach der Blüte. Beachten Sie, dass alle Teile der Pflanze giftig sind, wenn sie verzehrt werden.


Name (Deutsch): Gelbes Windröschen 

Botanischer Name: Anemone ranunculoides 

Gattung: Anemone 

Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) 

Name im Volksmund: Gelbes Windröschen, Gelbe Anemone 

Anzahl Unterarten in Europa:

  • Ca. 3 Unterarten und Varietäten, z.B. Anemone ranunculoides subsp. ranunculoides, subsp. wahlenbergii, var. alba 

Anbauordnung: Wildpflanze, Zierpflanze 

Kulturart: Waldpflanze, Frühjahrsblüher 

Klimazone: Gemäßigte Zone 

Erntezeitraum: Blütezeit März bis Mai 

Zehrer Art: Schwach Zehrer


Wichtiger Hinweis: Giftige Pflanze, nicht zum Verzehr geeignet 

Bemerkung:

-      Frühblüher mit leuchtend gelben Blüten, oft in Laubwäldern und lichten Stellen 

Bester Fundort in der Natur:

-      Laubwälder, lichte Wälder, schattige Standorte mit humosem Boden 

Beipflanzung und Auswirkung:

-      Verträgt sich gut mit anderen Frühjahrsblühern wie Buschwindröschen, Schlüsselblumen 


Blütenbeschreibung:

-      Leuchtend gelbe, 6-8 Blütenblätter, einzelnstehende Blüten 

Blattbeschreibung:

-      Dreiteilig, tief eingeschnitten, dunkelgrün 

Stamm-/Stielbeschreibung:

-      Aufrechter, dünner Stiel, ca. 10-20 cm hoch 

Samenbeschreibung:

-      Kleine, schwarzbraune Samen mit Haarkranz (Windverbreitung) 

Art der Wurzler: Rhizomartig, flachwurzelnd 


Geruch der Pflanze: Kein auffälliger Geruch 

Geschmack der Pflanze: Giftig, nicht essbar 

Lebenszeitspanne: Mehrjährig, ausdauernd 

Ökologische Schädlingsbekämpfung:

-      Keine besonderen Angaben, Pflanze selbst durch Giftigkeit geschützt 


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 2-3 Wochen 

Keimtemperatur: 15-20 °C 

Keimvorbereitung: Kaltstratifizierung empfohlen 

Keimfähigkeit in Jahren: 1-2 Jahre


Aussaatzeitraum: Herbst oder Frühjahr nach Kaltstratifizierung 

Aussaat Tiefe: Oberflächlich bis 0,5 cm 

Abstand in der Reihe: 15-20 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 20-30 cm 

Samen pro Pflanzloch: 1-2 


Bevorzugte Beet Art: Schattiges Beet, humoser Boden 

Idealer Boden: Locker, humos, feucht, gut durchlässig 

pH-Wert des Bodens: 5,5 - 7,0 (leicht sauer bis neutral) 


Gießverhalten: Mäßig feucht, keine Staunässe 

Sonnenbedarf: Halbschatten bis Schatten 

Düngereinsatz: Gering, gelegentlich organisch düngen 

Empfohlener Dünger: Kompost oder organischer Dünger 


Anhäufen von Vorteil: Nein 

Rankhilfe nötig: Nein 

Spalier notwendig: Nein 


Krautzuordnung: Wildpflanze, Waldpflanze, Zierpflanze 

Mit Heilwirkung:

-      Nein, Pflanze ist giftig und nicht zur Anwendung geeignet 

Wirkstoffe: Protoanemonin (giftig) 

Anwendungsbereiche: Keine, giftig 

Verabreichung: Nicht empfohlen 


Essbar: Nein 

Giftig: Ja 

Giftige Teile: Alle Pflanzenteile, besonders Blätter und Wurzeln 

Verwechslungsgefahr mit:

-      Buschwindröschen (Anemone nemorosa), das weiße Blüten hat 


Verwendung in der Küche: Nicht verwendbar 

Beste Haltbarmachung: Nicht anwendbar 

Lagerung der Pflanze: Nicht anwendbar 

Bestes Rezept: Nicht anwendbar 

Beste Speise/Getränk/Beilage: Nicht anwendbar 


10 Unterarten in Europa (deutsch / botanisch): 

-      Gelbes Windröschen - Anemone ranunculoides subsp. ranunculoides 

-      Anemone ranunculoides subsp. wahlenbergii 

-      Anemone ranunculoides var. alba 

-      Anemone ranunculoides var. pseudorupestris 

-      Anemone ranunculoides var. carinthiaca 

-      Anemone ranunculoides var. flavida 

-      Anemone ranunculoides var. montana 

-      Anemone ranunculoides var. alpina 

-      Anemone ranunculoides var. macrocarpa 

-      Anemone ranunculoides var. minor 


Drei häufig vorkommende Unterarten: 

-      Anemone ranunculoides subsp. ranunculoides 

-      Anemone ranunculoides subsp. wahlenbergii 

-      Anemone ranunculoides var. alba 


Drei seltene Unterarten: 

-      Anemone ranunculoides var. carinthiaca 

-      Anemone ranunculoides var. flavida 

-      Anemone ranunculoides var. macrocarpa 


Guter Nachbar: Buschwindröschen, Schlüsselblumen, Farne 

Schlechter Nachbar:

-      Starkzehrende Pflanzen, die Schatten und Nährstoffe stark beanspruchen 

Beste Mischkulturen:

-      Schattige Wald- oder Gehölzpflanzungen mit Farnen und anderen Frühjahrsblühern 


Quellennachweis: 

-      FloraWeb (BfN) 

-      Botanik im Bild 

-      Alpenflora 

-      PFAF Plant Database 

-      Wikipedia Anemone ranunculoides