Buschwindröschen (Anemone nemorosa)

Das Buschwindröschen ist eine zarte, frühjahrsblühende Wildpflanze, die in europäischen Laubwäldern als ein Symbol des Frühlings gilt. Hier die ausführliche Übersicht: 🌿🌸


Name (Deutsch): Buschwindröschen 

Botanischer Name: Anemone nemorosa 

Gattung: Anemone 

Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) 

Name im Volksmund: Windröschen, Frühlingsanemone, Waldanemone 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa:

-      Ca. 3–5 Unterarten, je nach Quelle 


Anbauordnung: Wildpflanze, gelegentlich Zierpflanze 

Kulturart: Waldpflanze / Blume 

Klimazone: Gemäßigte Zone 

Erntezeitraum: Frühling (März bis Mai) 

Zehrer Art: Schwach Zehrer 


Wichtiger Hinweis zur Pflanze:

-      Nicht für den Verzehr geeignet, da giftig; empfindlich gegenüber Standortveränderungen 

Bemerkung:

-      Verbreitet sich durch Rhizome und Samen; Indikator für naturnahe Laubwälder 

Bester Fundort in der Natur:

-      Laubwälder, lichte Wälder, Waldränder, humusreiche Böden 

Beipflanzung und ihre Auswirkung:

-      Verträgt sich gut mit anderen Frühjahrsblühern wie Märzenbecher, Lerchensporn; keine negativen Auswirkungen bekannt 


Blütenbeschreibung:

-      Weiße, manchmal leicht rosa oder violett überhauchte Blüten mit 6–8 Blütenblättern, einzeln oder in kleinen Gruppen 

Blattbeschreibung:

-      Dreiteilig, fein gezähnt, dunkelgrün, grundständig 

Stamm-/Stielbeschreibung:

-      Schlanker, grüner, unbehaarter Stängel, ca. 10–20 cm hoch 

Samenbeschreibung:

-      Kleine, eiförmige Samen mit ölhaltigem Anhängsel (Elaiosom) zur Ameisenverbreitung 

Art der Wurzler: Flachwurzelnd, Rhizome 


Geruch der Pflanze: Schwach, kaum wahrnehmbar 

Geschmack der Pflanze: Nicht essbar, giftig 

Lebenszeitspanne: Mehrjährig 

Ökologische Schädlingsbekämpfung:

-      Keine besonderen Schädlingsprobleme; Ameisen verbreiten Samen und fördern Verbreitung 


Keimer Art: Dunkelkeimer (Samen keimen am besten im Schatten) 

Keimdauer: 3–6 Wochen (manchmal länger) 

Keimtemperatur: 10–15 °C 

Keimvorbereitung: Kaltstratifizierung (Winterruhe) fördert Keimung 

Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre 


Aussaatzeitraum: Herbst (im natürlichen Lebensraum) 

Aussaat Tiefe: Flach, ca. 0,5 cm 

Abstand in der Reihe: 10–20 cm (bei Kultur) 

Abstand zur nächsten Pflanze: 20–30 cm 

Samen pro Pflanzloch: 1–2 


Bevorzugte Beet Art: Schattenbeet, Waldgarten 

Idealer Boden: Humusreich, feucht, gut durchlässig 

pH-Wert des Bodens: 5,5–7,0 


Gießverhalten: Mäßig feucht, keine Staunässe 

Sonnenbedarf: Halbschattig bis schattig 

Düngereinsatz: Gering, organisch bevorzugt 

Empfohlener Dünger: Kompost 


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein 


Krautzuordnung: Wildpflanze, Waldpflanze, Blume 

Mit Heilwirkung: Nein (giftig) 

Wirkstoffe: Protoanemonin (giftig) 

Anwendungsbereiche: Keine medizinische Verwendung empfohlen 

Verabreichung: Nicht empfohlen 


Essbar: Nein 

Welche essbaren Teile: Keine 

Giftig: Ja 

Welche giftigen Teile: Ganze Pflanze, besonders Blätter und Blüten 

Verwechslungsgefahr mit:

-      Herbstzeitlose (Colchicum autumnale), Maiglöckchen (Convallaria majalis)

-      ebenfalls giftig, aber Blütezeit unterschiedlich 


Verwendung in der Küche: Nicht geeignet 

Beste Haltbarmachung: Nicht relevant 

Lagerung der Pflanze: Nicht relevant 


Das beste Rezept: Nicht anwendbar 

Die beste Speise: Nicht anwendbar 

Das beste Getränk: Nicht anwendbar 

Die beste Beilage: Nicht anwendbar 


10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

-      Anemone nemorosa subsp. nemorosa 

-      Anemone nemorosa subsp. ranunculoides 

-      Anemone nemorosa subsp. alba 

-      Anemone nemorosa subsp. multifida 

-      Anemone nemorosa subsp. laciniata 

-      Anemone nemorosa subsp. robinsoniana 

-      Anemone nemorosa subsp. pseudonemorosa 

-      Anemone nemorosa subsp. borealis 

-      Anemone nemorosa subsp. gracilis 

-      Anemone nemorosa subsp. sylvestris 


Drei häufig vorkommende Unterarten: 

-      Anemone nemorosa subsp. nemorosa 

-      Anemone nemorosa subsp. ranunculoides 

-      Anemone nemorosa subsp. alba 


Drei seltene Unterarten: 

-      Anemone nemorosa subsp. robinsoniana 

-      Anemone nemorosa subsp. pseudonemorosa 

-      Anemone nemorosa subsp. borealis 


Guter Nachbar:

-      Märzenbecher (Leucojum vernum), Lerchensporn (Corydalis), Waldveilchen (Viola reichenbachiana) 

Schlechter Nachbar: Keine bekannt 

Beste Mischkulturen:

-      Kombination mit anderen Frühjahrsblühern und schattenverträglichen Pflanzen 


Quellennachweis: 

-      Flora Europaea, Royal Botanic Gardens Kew 

-      Bundesamt für Naturschutz (BfN) 

-      Fachliteratur zu Ranunculaceae und europäischen Waldpflanzen 

-      Diverse botanische Datenbanken