Akeleien (Aquilegia)
Die Akeleien (Aquilegia) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Die 70 bis 75 Arten sind hauptsächlich in den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel verbreitet. Sorten einiger Aquilegia-Arten werden als Zierpflanzen verwendet.
Name (Deutsch): Akelei
Botanischer Name: Aquilegia
Gattung: Aquilegia
Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Name im Volksmund:
- Akelei, Elfenhandschuh, Glockenblume, Taubenkropf
Wieviele Unterarten in Europa: In Europa kommen etwa 15–20 Unterarten und Sorten der Akelei natürlich vor.
Anbauordnung: Zierpflanze, Wildpflanze, gelegentlich Kulturpflanze
Kulturart: Blume, Staude, Zierpflanze
Klimazone: Gemäßigte Klimazonen (Europa, Nordamerika, Asien)
Erntezeitraum:
- Kein klassischer Erntezeitraum; Blüten und Blätter können bei Bedarf geerntet werden.
Zehrer Art: Mittel Zehrer
Wichtiger Hinweis zur Pflanze:
- Bevorzugt halbschattige bis sonnige Standorte mit durchlässigem Boden; Staunässe vermeiden.
Bemerkung:
- Mehrjährige, ausdauernde Staude mit attraktiven, glockenförmigen Blüten; beliebte Zierpflanze in Gärten.
Bester Fundort in der Natur:
- Lichte Wälder, Waldränder, Gebüsche, alpine Matten.
Beipflanzung und ihre Auswirkung:
- Verträgt sich gut mit anderen Stauden wie Storchschnabel, Frauenmantel oder Wiesen-Salbei; fördert die Biodiversität.
Blütenbeschreibung:
- Auffällige, glockenförmige Blüten mit nach hinten gebogenen Spornen; Farben variieren von Blau, Violett, Rosa, Weiß bis Gelb.
Blattbeschreibung:
- Dreizählige Blätter mit tief eingeschnittenen, rundlichen bis eiförmigen Blättchen; oft blau-grün gefärbt.
Stamm-/Stielbeschreibung:
- Aufrechte, kahle oder leicht behaarte Stängel; Höhe variiert je nach Art und Sorte (30–80 cm).
Samenbeschreibung:
- Kleine, glänzende, schwarze Samen in aufrechtstehenden Balgfrüchten.
Art der Wurzler:
- Herzwurzelsystem (tiefreichend, aber nicht extrem tief).
Geruch der Pflanze:
- Leichter, frischer Duft, besonders bei sonniger Lage.
Geschmack der Pflanze:
- Nicht empfehlenswert (kann leicht bitter und unangenehm schmecken).
Lebenszeitspanne: Mehrjährig (3–5 Jahre, bei guter Pflege länger).
Ökologische Schädlingsbekämpfung:
- Relativ robust; kann von Blattläusen oder Schnecken befallen werden. Natürliche Fressfeinde wie Vögel oder Florfliegen fördern die Schädlingsbekämpfung.
Keimer Art: Lichtkeimer (Samen nicht mit Erde bedecken).
Keimdauer: 2–4 Wochen (bei optimalen Bedingungen).
Keimtemperatur: 15–20 °C (optimal).
Keimvorbereitung:
- Keine spezielle Vorbereitung nötig; frische Samen keimen schneller.
Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre (bei trockener, kühler Lagerung).
Aussaatzeitraum:
- Frühjahr (März–Mai) oder Herbst (September–Oktober) direkt ins Freiland.
Aussaat Tiefe: Samen nur leicht andrücken (Lichtkeimer).
Abstand in der Reihe: 20–30 cm.
Abstand zur nächsten Pflanze: 30–40 cm.
Samen pro Pflanzloch: 2–3 Samen (nicht alle keimen).
Bevorzugte Beet Art:
- Staudenbeet, Bauerngarten, Steingarten, Naturgarten.
Idealer Boden: Durchlässig, humusreich, frisch bis mäßig feucht.
pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5 (neutral bis leicht alkalisch).
Gießverhalten: Gleichmäßig feucht halten; Staunässe vermeiden.
Sonnenbedarf:
- Halbschatten bis sonnig (Blütenfarbe hält länger bei Halbschatten).
Düngereinsatz: Gelegentlich mit Kompost oder organischem Staudendünger im Frühjahr.
Empfohlener Dünger:
- Kompost, organischer Blumen- oder Staudendünger.
Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein.
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein.
Ist ein Spalier notwendig: Nein.
Krautzuordnung: Blume, Zierpflanze
Mit Heilwirkung:
- Ja (traditionell genutzt, aber nicht mehr weit verbreitet)
Wirkstoffe: Flavonoide, Alkaloide (z. B. Aquilegiol), Gerbstoffe.
Anwendungsbereiche:
- In der Volksmedizin bei Hauterkrankungen, Entzündungen oder als harntreibendes Mittel.
Verabreichung:
- Äußerlich als Umschlag, innerlich in homöopathischer Form.
Essbar: Ja (mit Einschränkungen)
Welche essbaren Teile:
- Blüten (dekoration, Salate); Blätter und Samen sind leicht giftig.
Giftig:
- Ja (Blätter und Samen enthalten Cyanoglykoside und können in größeren Mengen giftig wirken).
Welche giftigen Teile: Blätter, Samen, Wurzeln.
Verwechslungsgefahr mit:
- Andere Hahnenfußgewächse wie Eisenhut (Aconitum) oder Christrose (Helleborus) (Vorsicht: giftig!).
Verwendung in der Küche:
- Blüten als essbare Dekoration in Salaten, Desserts oder Getränken.
Beste Haltbarmachung:
- Blüten frisch verwenden oder trocknen (für Tees).
Lagerung der Pflanze:
- Frische Blüten kühl lagern und innerhalb weniger Tage verbrauch
Das beste Rezept:
- Akeleien-Salat mit essbaren Blüten und einem leichten Zitronen-Dressing.
Die beste Speise:
- Akeleien-Blüten in einem Frühlingsquark oder als essbare Dekoration auf Kuchen.
Das beste Getränk: Akeleien-Blüten-Tee (frisch oder getrocknet).
Die beste Beilage: Als essbare Dekoration zu Desserts oder Salaten.
10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):
- Gewöhnliche Akelei – Aquilegia vulgaris
- Alpen-Akelei – Aquilegia alpina
- Pyrenäen-Akelei – Aquilegia pyrenaica
- Sibirische Akelei – Aquilegia sibirica
- Dunkle Akelei – Aquilegia atrata
- Einfache Akelei – Aquilegia vulgaris var. stellata
- Gelbe Akelei – Aquilegia flaviflora
- Langsporn-Akelei – Aquilegia longisepala
- Niederliegende Akelei – Aquilegia nigricans
- Türkenbund-Akelei – Aquilegia ottonis
Drei häufig vorkommende Unterarten:
- Gewöhnliche Akelei (Aquilegia vulgaris)
- Alpen-Akelei (Aquilegia alpina)
- Dunkle Akelei (Aquilegia atrata)
Drei seltenste vorkommende Unterarten:
- Pyrenäen-Akelei (Aquilegia pyrenaica)
- Langsporn-Akelei (Aquilegia longisepala)
- Türkenbund-Akelei (Aquilegia ottonis)
Drei älteste Unterarten:
- Gewöhnliche Akelei (Aquilegia vulgaris)
- Alpen-Akelei (Aquilegia alpina)
- Sibirische Akelei (Aquilegia sibirica)
Guter Nachbar:
- Storchschnabel, Frauenmantel, Wiesen-Salbei, Lavendel, Taglilien.
Schlechter Nachbar:
- Starkzehrende Pflanzen wie Sonnenblumen oder Rosen (Konkurrenz um Nährstoffe).
Beste Mischkulturen:
- Akelei verträgt sich gut mit anderen Stauden und Wildblumen in Beeten oder Naturgärten.
Quellennachweis:
Die Angaben basieren auf den recherchierten Quellen: