Andenbeere (Physalis peruviana)

Andenbeere (Physalis peruviana) ist eine köstliche und vielseitige Fruchtpflanze, die zunehmend in Gärten und Landwirtschaft geschätzt wird. Sie ist eine aromatische, exotische Fruchtpflanze, die ursprünglich aus den Anden Südamerikas stammt, aber auch in Europa als Kulturpflanze geschätzt wird.

 

Sie zeichnet sich durch ihre leuchtend orange-gelben Früchte in papierartigen Hüllen aus und wird vor allem wegen ihres süß-säuerlichen Geschmacks und ihres hohen Vitamin-C-Gehalts angebaut.


Name (Deutsch): Andenbeere 

Botanischer Name: Physalis peruviana 

Gattung: Physalis 

Pflanzenfamilie: Nachtschattengewächse (Solanaceae) 

Name im Volksmund: Kapstachelbeere, Goldbeere, Peruanische Physalis 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Keine gesonderten Unterarten in Europa bekannt; Art wird ohne Unterarten geführt


Anbauordnung: Kulturpflanze 

Kulturart: Obst/Gemüse (Fruchtgemüse) 

Klimazone: Gemäßigte Zone, frostempfindlich, kultiviert als einjährige oder mehrjährige Pflanze in Gewächshaus oder Freiland in warmen Regionen 

Erntezeitraum: Spätsommer bis Herbst (August bis Oktober) 

Zehrer Art: Mittel Zehrer


Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Frostempfindlich, benötigt warmen, sonnigen Standort und gut durchlässigen Boden 

Bemerkung: Frucht ist von papierartiger Hülle umgeben, süß-säuerlich, reich an Vitamin C 

Bester Fundort in der Natur: Ursprünglich aus den Anden Südamerikas, in Europa nur kultiviert 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit Basilikum, Ringelblumen und anderen Schädlingsabwehr fördernden Pflanzen


Blütenbeschreibung: Kleine, glockenförmige, gelblich-weiße Blüten mit dunklen Flecken im Inneren 

Blattbeschreibung: Oval bis lanzettlich, grün, leicht behaart 

Stamm-/Stielbeschreibung: Weiche, grüne Stängel, verzweigt 

Samenbeschreibung: Kleine, flache, gelblich-braune Samen 

Art der Wurzler: Flachwurzelnd


Geruch der Pflanze: Schwach, typisch für Nachtschattengewächse 

Geschmack der Pflanze: Fruchtig, süß-säuerlich 

Lebenszeitspanne: Meist einjährig, in milden Klimaten mehrjährig 

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Mischkultur und natürliche Feinde von Blattläusen und Weißen Fliegen fördern


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 7–14 Tage 

Keimtemperatur: 20–25 °C 

Keimvorbereitung: Samen leicht trocknen, keine spezielle Behandlung nötig 

Keimfähigkeit in Jahren: Bis zu 2 Jahre


Aussaatzeitraum: Februar bis April (Vorkultur) 

Aussaat Tiefe: 0,5–1 cm 

Abstand in der Reihe: 30 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 40 cm 

Samen pro Pflanzloch: 2–3


Bevorzugte Beet Art: Gemüsebeet, gut durchlässig und nährstoffreich 

Idealer Boden: Locker, humos, gut wasserdurchlässig 

pH-Wert des Bodens: 6,0–7,0 


Gießverhalten: Gleichmäßig feucht, Staunässe vermeiden 

Sonnenbedarf: Vollsonnig 

Düngereinsatz: Mittel bis hoch, organisch bevorzugt 

Empfohlener Dünger: Kompost, organischer Volldünger


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein


Krautzuordnung: Gemüse/Obst, Gartenpflanze 

Mit Heilwirkung: Ja 

Wirkstoffe: Vitamine (C, A), Antioxidantien, Flavonoide 

Anwendungsbereiche: Ernährung, immunstärkend, antioxidativ 

Verabreichung: Essen, Tee, Tinkturen


Essbar: Ja 

Welche essbaren Teile: Frucht (Beere) 

Giftig: Ja (grüne Pflanzenteile enthalten Solanin) 

Welche giftigen Teile: Blätter, Stängel, unreife Früchte 

Verwechslungsgefahr mit: Anderen Physalis-Arten, unreife Früchte sind giftig


Verwendung in der Küche: Frisch verzehrt, in Salaten, Desserts, Marmeladen oder als Dekoration 

Beste Haltbarmachung: Kühl und trocken, im Kühlschrank bis 1 Woche haltbar 

Lagerung der Pflanze: Im kühlen, hellen Raum oder Kühlschrank 


Das beste Rezept: Andenbeeren-Marmelade 

Die beste Speise: Frischer Obstsalat mit Andenbeeren 

Das beste Getränk: Smoothie mit Andenbeeren und Banane 

Die beste Beilage: Frische Kräuter oder leichte Desserts


10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):

-      Keine gesonderten Unterarten von Physalis peruviana in Europa dokumentiert


Drei häufig vorkommende Physalis-Arten in Europa: 

-      Physalis peruviana (Andenbeere) 

-      Physalis alkekengi (Lampionblume) 

-      Physalis pruinosa (Ananas-Kirsche)


Drei seltene Physalis-Arten in Europa: 

-      Physalis pubescens 

-      Physalis ixocarpa 

-      Physalis philadelphica


Guter Nachbar: Basilikum, Ringelblumen, Zwiebeln – fördern Schädlingsabwehr 

Schlechter Nachbar: Kartoffeln, Tomaten (verursachen Anfälligkeit für Krankheiten) 

Beste Mischkulturen: Mischkultur mit Kräutern und nicht verwandten Gemüsen


Quellennachweis: 

-      www.gartenjournal.net 

-      www.mein-schoener-garten.de 

-      www.kraeuter-und-pflanzen.de 

-      Fachliteratur zu Physalis-Arten und Gartenbau