Frühlingszwiebel (Allium fistulosum)

Die Frühlingszwiebel, auch bekannt als Allium fistulosum oder Schalotte, ist eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Amaryllisgewächse. Sie zeichnet sich durch ihre langen, grünen Blätter und den milden Geschmack aus, der weniger intensiv als bei normalen Zwiebeln ist.
Frühlingszwiebeln werden häufig roh in Salaten oder als Garnierung verwendet, können aber auch in verschiedenen Gerichten gekocht werden. Sie sind reich an Vitaminen, insbesondere Vitamin C, und enthalten Antioxidantien. Der Anbau ist relativ einfach, und sie wachsen gut in sonnigen Lagen mit gut durchlässigem Boden.


Name (Deutsch): Frühlingszwiebel, Lauchzwiebel, Schnittlauchzwiebel 

Botanischer Name: Allium fistulosum 

Gattung: Allium 

Pflanzenfamilie: Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) 

Name im Volksmund:

  • Lauchzwiebel, Winterzwiebel, Schalotte (regional unterschiedlich) 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa:

  • In Europa sind keine klar abgegrenzten Unterarten von Allium fistulosum offiziell anerkannt; die Art wird meist als homogen betrachtet. Es existieren jedoch verschiedene Sorten und Kultivare.

Anbauordnung: Kulturpflanze (Gemüse) 

Kulturart: Gemüse 

Klimazone: Gemäßigte Zone, frosttolerant bis mild winterhart 

Erntezeitraum: Frühling bis Herbst (je nach Aussaat und Region) 

Zehrer Art: Mittel Zehrer


Wichtiger Hinweis zur Pflanze:

-      Frühlingszwiebeln sind relativ robust und benötigen gut durchlässigen Boden. Sie sind mehrjährig, werden aber meist einjährig kultiviert. Staunässe unbedingt vermeiden, da sie Wurzelfäule fördert. 

Bemerkung:

-      Frühlingszwiebel ist eine wichtige vitaminreiche Frühlings- und Sommergemüsepflanze, die milden Zwiebelgeschmack liefert. Sie wird oft als frische Zutat in Salaten, Suppen und als Würzkraut verwendet. 

Bester Fundort in der Natur:

-      In Mitteleuropa meist kultiviert, wild kaum vorkommend. Ursprünglich aus Ostasien.

Beipflanzung und ihre Auswirkung:

-      Verträgt sich gut mit Karotten, Erdbeeren und Tomaten 

-      Kann Schädlinge wie Blattläuse bei Nachbarpflanzen reduzieren 

-      Schlechte Nachbarn: Erbsen, Bohnen (wegen unterschiedlicher Nährstoffansprüche)


Blütenbeschreibung:

-      Kugelige, dichte Blütendolden mit kleinen weißen bis rosafarbenen Blüten, meist im Sommer.

Blattbeschreibung:

-      Röhrenförmige, hohle, grüne Blätter, die sich nach oben verjüngen.

Stamm-/Stielbeschreibung:

-      Keine ausgeprägten Stängel, Blätter wachsen direkt aus der Zwiebelbasis.

Samenbeschreibung:

-      Kleine, schwarze Samen, rundlich, in Blütenständen nach Blütezeit.

Art der Wurzler: Flachwurzelnd, verzweigt.


Geruch der Pflanze: Mild zwiebelartig, frisch.

Geschmack der Pflanze:

-      Mild bis scharfzwiebelartig, weniger intensiv als Küchenzwiebel.

Lebenszeitspanne:

-      Mehrjährig, wird aber meist als einjährige Kultur behandelt.

Ökologische Schädlingsbekämpfung:

-      Frühlingszwiebeln können durch ihren Geruch Blattläuse und andere Schädlinge abwehren, daher gut als Begleitpflanze geeignet.


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 7–14 Tage 

Keimtemperatur: 15–20 °C 

Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig, Samen gut feucht halten. 

Keimfähigkeit in Jahren: 3–4 Jahre


Aussaatzeitraum: Februar bis April (je nach Region auch bis Juni)

Aussaat Tiefe: 0,5–1 cm 

Abstand in der Reihe: 10–15 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 15–20 cm 

Samen pro Pflanzloch: 1–2


Bevorzugte Beet Art: Gemüsebeet, Hochbeet, Reihenbeet 

Idealer Boden: Locker, humos, gut durchlässig, nährstoffreich 

pH-Wert des Bodens: 6,0–7,0


Gießverhalten: Regelmäßig feucht halten, keine Staunässe 

Sonnenbedarf: Volle Sonne bis Halbschatten 

Düngereinsatz: Moderat, organisch bevorzugt 

Empfohlener Dünger: Kompost, Hornspäne, organischer Volldünger


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein, da keine Erdanhäufung nötig ist 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein


Krautzuordnung: Gemüse, Würzkraut, Gartenpflanze 

Mit Heilwirkung:

-      Ja (traditionell mild antiseptisch und verdauungsfördernd) 

Wirkstoffe:

-      Schwefelverbindungen (Allylverbindungen), Flavonoide, Vitamin C 

Anwendungsbereiche:

-      Unterstützung der Verdauung, antibakteriell, immunstärkend 

Verabreichung:

-      Essen (frisch oder gekocht), Tinkturen in der Volksmedizin


Essbar: Ja 

Welche essbaren Teile: Blätter und junge Zwiebeln (Basis) 

Giftig: Nein  

Welche giftigen Teile: Keine bekannt 

Verwechslungsgefahr mit:

-      Schnittlauch (Allium schoenoprasum), Lauch (Allium ampeloprasum), aber keine gefährlichen Verwechslungen.


Verwendung in der Küche:

-      Frisch in Salaten, Suppen, als Garnitur, mild würzend für viele Gerichte.

Beste Haltbarmachung:

-      Kühl und feucht lagern, frisch verzehren oder einfrieren.

Lagerung der Pflanze:

-      Im Kühlschrank in feuchtem Tuch, kurze Lagerzeit empfohlen.


Das beste Rezept:

-      Frühlingszwiebel-Pesto oder frischer Kräutersalat mit Frühlingszwiebeln.

Die beste Speise:

-      Frühlingszwiebel-Quiche oder asiatische Pfannengerichte.

Das beste Getränk:

-      Frischer grüner Smoothie mit Frühlingszwiebeln für Würze.

Die beste Beilage: Frühlingszwiebel-Kartoffeln oder Gemüsepfanne.


10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

-      Für Allium fistulosum sind keine offiziell anerkannten Unterarten in Europa beschrieben. Stattdessen gibt es verschiedene Sorten und Kultivare.


Die drei häufig vorkommenden Sorten/Kultivare: 

-      Allium fistulosum 'Evergreen Hardy White' 

-      Allium fistulosum 'Tokyo Long White' 

-      Allium fistulosum 'White Lisbon'


Die drei seltensten Sorten/Kultivare: 

-      Allium fistulosum 'Korean Red' 

-      Allium fistulosum 'Purplette' (lila Blattvariante) 

-      Allium fistulosum 'Giganteum' (extra große Blätter)


Guter Nachbar: Karotten, Erdbeeren, Tomaten, Salat  

Schlechter Nachbar: Erbsen, Bohnen, Fenchel

Beste Mischkulturen: 

-      Frühlingszwiebeln mit Karotten (schützt vor Karottenfliege) 

-      Frühlingszwiebeln mit Erdbeeren (reduziert Schädlinge) 

-      Kombination mit Tomaten und Salat


Quellennachweis: 

-      "Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland", Ulmer Verlag 

-      "Gemüsebau" von Gerhard Wenzel, Quelle & Meyer 

-      Bayerisches Landesamt für Umwelt – Pflanzenportraits 

-      Diverse wissenschaftliche Artikel zu Allium fistulosum in Pflanzendatenbanken (z.B. Kew, GBIF) 

-      Eigene Erfahrung und gärtnerische Praxis