Aubergine (Solanum melongena)

Aubergine (Solanum melongena) ist eine wärmeliebende, vielseitige Gemüsepflanze mit charakteristischer Frucht.


Name (Deutsch): Aubergine 

Botanischer Name: Solanum melongena 

Gattung: Solanum 

Pflanzenfamilie: Nachtschattengewächse (Solanaceae) 

Name im Volksmund: Eierfrucht, Melanzani (regional) 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Keine offiziell anerkannten Unterarten, jedoch zahlreiche Sorten und Kultivare


Anbauordnung: Kulturpflanze 

Kulturart: Gemüse 

Klimazone: Subtropisch bis gemäßigt, frostempfindlich 

Erntezeitraum: Sommer bis Herbst (Juli bis Oktober) 

Zehrer Art: Starkzehrer


Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Benötigt viel Wärme, sonnigen Standort und nährstoffreichen, gut durchlässigen Boden 

Bemerkung: Lange Vegetationszeit, häufig in Gewächshauskultur 

Bester Fundort in der Natur: Ursprünglich in Indien und Südostasien, heute weltweit kultiviert 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit Bohnen, Peperoni und Basilikum; fördert Schädlingsabwehr


Blütenbeschreibung: Große, violette Blüten mit gelben Staubgefäßen 

Blattbeschreibung: Groß, oval bis lanzettlich, dunkelgrün, leicht behaart 

Stamm-/Stielbeschreibung: Aufrechter, verzweigter Stängel, grün bis violett überlaufen 

Samenbeschreibung: Kleine, flache, gelbliche Samen 

Art der Wurzler: Flachwurzelnd


Geruch der Pflanze: Schwach, typisch nach Nachtschattengewächs 

Geschmack der Pflanze: Mild, leicht bitter, je nach Sorte 

Lebenszeitspanne: Einjährig 

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Mischkultur und Nützlinge fördern Schädlingsbekämpfung


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 7–14 Tage 

Keimtemperatur: 22–28 °C 

Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig 

Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre


Aussaatzeitraum: Februar bis April (Vorkultur) 

Aussaat Tiefe: 0,5–1 cm 

Abstand in der Reihe: 50 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 70 cm 

Samen pro Pflanzloch: 1–2


Bevorzugte Beet Art: Gemüsebeet, gut durchlässig und nährstoffreich 

Idealer Boden: Locker, humos, warm 

pH-Wert des Bodens: 6,0–7,0 


Gießverhalten: Gleichmäßig feucht, Staunässe vermeiden 

Sonnenbedarf: Volle Sonne 

Düngereinsatz: Hoch, organisch bevorzugt 

Empfohlener Dünger: Kompost, organischer Volldünger


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein, aber bei hohen Sorten hilfreich


Krautzuordnung: Gemüse, Gartenpflanze 

Mit Heilwirkung: Nein (keine medizinische Anwendung) 

Wirkstoffe: Alkaloide (in unreifen Früchten), Antioxidantien in der Frucht 

Anwendungsbereiche: Ernährung 

Verabreichung: Essen


Essbar: Ja  

Welche essbaren Teile: Frucht (reif) 

Giftig: Ja (unreife Früchte und grüne Pflanzenteile enthalten Solanin) 

Welche giftigen Teile: Grüne Früchte, Blätter, Stängel 

Verwechslungsgefahr mit: Anderen Nachtschattengewächsen, aber meist unproblematisch


Verwendung in der Küche: Gebraten, gegrillt, gebacken, in Eintöpfen und Aufläufen 

Beste Haltbarmachung: Kühl lagern, kurzzeitig haltbar; Einfrieren nach Blanchieren möglich 

Lagerung der Pflanze: Kühl, trocken, dunkel 


Das beste Rezept: Gefüllte Auberginen mit Kräutern und Tomaten 

Die beste Speise: Moussaka oder Baba Ghanoush 

Das beste Getränk: Nicht üblich 

Die beste Beilage: Reis, Couscous, frische Salate


10 Unterarten/Sorten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

  • Solanum melongena 'Black Beauty' 
  • Solanum melongena 'Listada de Gandia' 
  • Solanum melongena 'Rosa Bianca' 
  • Solanum melongena 'Violetta di Firenze' 
  • Solanum melongena 'White Egg' 
  • Solanum melongena 'Ping Tung Long' 
  • Solanum melongena 'Turkish Orange' 
  • Solanum melongena 'Baluroi' 
  • Solanum melongena 'Dusky' 
  • Solanum melongena 'Nadia'

Drei häufig vorkommende Sorten: 

  • 'Black Beauty' 
  • 'Listada de Gandia' 
  • 'Rosa Bianca'

Drei seltene Sorten: 

  • 'Turkish Orange' 
  • 'Baluroi' 
  • 'Dusky'

Guter Nachbar: Bohnen, Paprika, Basilikum 

Schlechter Nachbar: Kartoffeln, Fenchel (Konkurrenz oder Schädlingsförderung) 

Beste Mischkulturen: Mischkultur mit Kräutern und Hülsenfrüchten


Quellennachweis: 

  • www.mein-schoener-garten.de 
  • www.gartenjournal.net 
  • www.kraeuter-und-pflanzen.de 
  • Fachliteratur zu Solanum melongena