Wild- und Küchenkräuter, die unzähligen Gerichten eine besondere Note verleihen oder Kräuter, die seit Menschengedenken getreu dem Motto „Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen“ bei vielerlei Beschwerden eingesetzt werden.
Wildkräuter sind im Trend und gelangen wieder mehr in den Fokus der Menschen. Viele Wildpflanzen können in der Küche zur Zubereitung von Suppen, Smoothies, Salaten oder auch einfach als Rohkost verwendet werden.
Welche Wildkräuter gerade gesammelt werden können, hängt stark von der Jahreszeit ab. Während im Frühjahr z.B. Arten wie Bärlauch oder Knoblauchrauke zu finden sind, bietet der Sommer u.a. leckeren Löwenzahn oder Sauerampfer.
Viele Pflanzen enthalten viele wertvolle Vitamine und Mineralstoffe und helfen daher zu einer ausgewogenen Ernährung.
Heilkräuter begleiten uns Menschen schon seit vielen Jahrhunderten. Sie sind oft Bestandteil vieler Hausmittel, die z.B. Erkältungen, akute Verdauungsstörungen oder Hautbeschwerden lindern können.
Diese Pflanzen enthalten Inhaltsstoffe wie z.B. ätherische Öle, Bitterstoffe oder Gerbstoffe, die eine bestimmte Wirkung haben können. Die Verwendung von Heilkräutern ist aber oft kein Selbstzweck. Auch sie können überdosiert werden oder sogar giftig sein.
Mehr als 500 Küchenkräuter sind bekannt. Jedes Land bzw. jede Region nutzt dabei andere Würzpflanzen. Bestimmte Kräuter machen sogar den oft unverwechselbaren Geschmack einer Region aus. Sie würzen Speisen und geben ihnen ein unverwechselbares Aroma, sie kurbeln die Verdauung an und sind gesund. Einige Kräuter können außerdem als Blatt- oder Wurzelgemüse gegessen werden.
Viele bekannte Gewürzkräuter stammen aus dem Mittelmeergebiet und wurden bei uns kultiviert. Allerdings gibt es auch zahlreiche heimische Küchenkräuter, deren Nutzung teilweise in Vergessenheit geraten ist.
Küchenkräuter nach Pflanzenfamilien und -Gattungen:
Alle Pflanzen werden in ein so genanntes taxonomisches System eingeordnet. Dieses besteht u.a. aus Pflanzenfamilien und Gattungen. Diese Pflanzen haben innerhalb dieser Einteilung immer dieselben Merkmale. Die bekanntesten Pflanzenfamilien, die eine Vielzahl von Küchen- und Gewürzkräutern beheimaten sind:
- Lippenblütler: Hierzu gehören u.a. Basilikum, Majoran, Oregano, Salbei oder Thymian
- Doldenblütler: Zu dieser Familie gehören Anis, Dill, Koriander oder Petersilie
- Lauchgewächse: Die große Pflanzenfamilie enthält Kräuter wie Bärlauch, Wunderlauch, Schnittlauch oder den Schnittknoblauch
- Korbblütengewächse: Küchenkräuter aus dieser Familie sind u.a. der Wermut, die Eberraute, Currykraut oder der Estragon.
- Raublattgewächse: Hierzu zählt der Borretsch
Küchenkräuter nach Aroma:
Für Köche ist es besonders wichtig, die einzelnen Geschmacksnuancen von Küchen- und Gewürzkräutern zu kennen. Hierbei sind nicht mal unbedingt Standardrezepte gemeint, sondern vielmehr die experimentelle Küche. Neben den vielen einzelnen Kräutern haben dabei vor allem Kräuterkombinationen eine entscheidende Bedeutung. Einige Würzpflanzen harmonieren perfekt miteinander, andere sollten eher einzeln oder nur geringfügig kombiniert werden.
Küchenkräuter nach geographischer Herkunft:
Die Einteilung von Küchenkräutern nach der geographischen Herkunft passiert mehr oder weniger abstrakt. Oft werden großgeographische Räume verwendet, um den Wuchs Ort oder den Anbau Ort genauer zu beschreiben. Bekannte Einteilungen in dieser Kategorie sind u.a.:
Mediterrane Kräuter:
Diese Klasse umfasst alle Gewürz- und Küchenkräuter, die um das Gebiet des Mittelmeers heimisch sind. Beispiele: Oregano, Thymian, Lavendel
Orientalische Kräuter:
Hierunter werden alle Küchenkräuter zusammengefasst, die heute im Nahen Osten bzw. im Vorderen Orient wachsen. Beispiele: Liebstöckel, Kreuzkümmel, Kümmel
Nord- und mitteleuropäische Kräuter:
Diese Klasse umfasst u.a. alle einheimischen und hier naturnah wachsenden Würzpflanzen. Beispiele: Bärlauch, Beifuß, Ysop
Küchenkräuter selbst anbauen
Sicherlich ist es oft einfacher, Kräuter beim Discounter zu kaufen. Für echte Gourmets lohnt es sich jedoch, die würzigen Pflanzen selbst anzubauen. Werden Basilikum, Oregano und Co selbst gezüchtet, darf man sich meist auf ein deutlich intensiveres Aroma freuen. Der Grund ist, dass die Kräuterpflanzen nicht überzüchtet sind und Zeit bekommen, gesund aufzuwachsen.
Asiatische Kräuter:
Eine sehr abstrakte Bezeichnung für Kräuter, die oft aus dem südostasiatischen bis westasiatischen Raum herkommen.
Beispiele: Thai-Basilikum, Perilla, Koriander
Die asiatische Küche ist in Europa, allen voran in Deutschland, sehr beliebt. Viele Hobbyköche lassen es sich nicht nehmen, asiatische Gerichte selbst zuzubereiten. Selbstverständlich kennt auch die asiatische viele interessante Gewürz- und Küchenkräuter, die den unverkennbaren Geschmack erst ausmachen. In unserem Artikel stellen wir die wichtigsten asiatischen Kräuter kurz vor und erklären, wozu sie verwendet werden.
Will man sich einen guten Überblick über typische asiatische Gewürzkräuter verschaffen, so sollte man die asiatische Küche keinesfalls verallgemeinern. In Japan kommen meist vollkommen andere Kräuter in den Kochtopf als in Thailand oder Vietnam. Auch die chinesische Küche unterscheidet sich in vielen Fällen deutlich von der thailändischen oder laotischen Küche. Streng genommen müssten in diese Aufzählung auch noch Kräuter einfließen, die in Indien verwendet werden. Da die indische Küche jedoch eine eigene Küchenkultur ist, die in sich sehr viele Unterschiede und Richtungen erfasst, fassen wir sie nicht zur asiatischen Küche.
Unter Umständen spielt auch die chinesische Küche eine Rolle, wobei auch dieser Begriff eher als abstrakt zu sehen ist. In China gibt es viele Regionen, die vollkommen unterschiedliche Zubereitungsmethoden und Zutaten haben. So gibt es in Schanghai vollkommen andere Speisen als in den kontinentalen Gebieten Westchinas.
Viele Gerichte bei uns, die in chinesischen Restaurants angeboten werden, sind eher auf europäische Mägen getrimmt. Mit den in China erhältlichen Speisen haben die bei uns erhältlichen allerdings meist wenig zu tun. Grundsätzlich gilt: Wer originalgetreue asiatische Speisen essen will, dem bleibt meist nur das Selberkochen.
Indische Kräuter:
Streng genommen sind sie auch gleichzeitig asiatische Kräuter, dennoch hat das Gebiet rund um Indien und Pakistan eine ganz individuelle Kräutervielfalt. Beispiele: Tulsi, Kardamom, Ajowan
Küchenkräuter auf dem Balkon:
Viele Küchenkräuter lassen sich leicht auf dem Balkon anbauen
Wer einen Garten sein Eigen nennt, hat natürlich besonders viel Gestaltungsmöglichkeiten. Doch auch zu Hause, z.B. auf der Fensterbank oder auf dem Balkon lassen sich viele bekannte Küchenkräuter problemlos anbauen.